13-10 Gegen Nationalismus

Gestern fanden in ganz Europa, aber auch in ganz Österreich Veranstaltungen gegen Nationalismus und Rassismus statt.

In Österreich waren die Demos fein und klein, in Berlin gingen 200 000 gegen Rassismus auf die Strasse!

Bregenz am Kornmarkt:

      

Dazu der Bericht von ORF Vorarlberg

In Salzburg begann die Aktion 13-10 vor dem Hauptbahnhof:

          

Das Video des Berichts aus ORF Salzburg ist noch 6 Tage in der Mediathek nachzusehen!

Bericht von Helene Kaltenböck vom Treffen in Schloss Puchberg bei Wels, in OÖ:

Die OMAS GEGEN RECHTS sind seit heute offiziell Mitglied des OÖ Netzwerkes gegen Rassismus und Rechtsextremismus. Ich habe in meiner Rede die OMAS vorgestellt und die Grußworte von Monika Salzerübermittelt. Das Treffen im Schloss Puchberg bei Wels war eine tolle Veranstaltung mit Infomarkt und hochinteressanten und berührenden Beiträgen.
Wie immer haben wir positive Stimmung verbreitet, langen Applaus und viel Zuspruch bekommen und über die Höhe der Spenden für Hauben und Buttons haben wir uns auch sehr gefreut.

            

Steyr, OÖ:

Die OMAS GEGEN RECHTS STEYR und Umgebung nahmen an der Kundgebung „Gegen Nationalismus und für ein geeintes Europa “ in Steyr teil.

          

Wiederdonnerstag am 11.10.2018

Am 11.10. 2018 fand die 2. wieder neu gestartete Donnerstagsdemo in Wien statt. Der Treffpunkt war vor der Parteizentrale der türkisen ÖVP in Wien, in der Lichtenfelsgasse 7. Laut Polizei gab es 5500 Teilnehmer*innen, die Veranstalter sprachen von 7000. Die Zentrale der „neuen“, jetzt türkisen ÖVP des Sebastain Kurz zeigte gleich, wie ihrer Meinung nach die „neue“ Politik aussieht. Wenn es Kritik gibt, dann wirft man mit Eiern auf die Protestierenden. So geschehen vor der Parteizentrale in der Lichtenfelsgasse laut Augenzeugen!

Der Demozug bewegte sich dann durch den 7. Bezirk bis zum Urban-Loritz-Platz am Gürtel, wo es eine Abschlussveranstaltung gab. Die OMAS GEGEN RECHTS waren sehr zahlreich vertreten. Nächsten Donnerstag am 18.10. ist wieder do! angesagt, Treffpunkt 18:00 Uhr am Ballhausplatz! Bitte wieder zahlreich kommen!

 

Dank an Billy Zeisel, Christine Klein und Caroline Koczan für die Fotos

Jour Fixe am 10.10.2018

Eingeladen war Stephan Schulmeister, Universitätsprofessor und Ökonom, Buchautor zum Thema “ Was kann die Wirtschaft?“.

Der Saal im Albert Schweitzer Haus war recht gut gefüllt und wir sahen viele neue Gesichter, viele, die an der Expertise von Stephan Schulmeister  und der derzeitigen Situation der Weltwirtschaft interessiert waren.

Schulmeister erklärte sehr verständlich, was 2008 passiert war,  wie lange der Neoliberalismus von Hajek und seinen Nachfolgern vorbereitet worden war und wie sehr er die Köpfe aller erobert hat, der Menschen, der Intellektuellen, der Politiker*innen, der Wissenschaftler*innen. Daher seine nicht sehr optimistische Sicht, dass es auch sehr lange dauern wird, um diese Sichtweise wieder aus den Köpfen der Menschen zu entfernen: Alles lebt von der Konkurrenz, die Märkte regeln alles, daher Freiheit für die Märkte, keine Regeln für die Finanzmärkte, möglichst wenig Eingriffe des Staates, Individualisierung und Risikogesellschaft, Abbau des Sozialstaates. Das liest sich wie das Regierungsprogramm unserer Regierung  – oder?

Es gab nach den Ausführungen Schulmeisters eine sehr engagierte und lebendige Diskussion und Stephan Schulmeister regte auch an, sein neues Buch zu kaufen:

„Der Weg zur Prosperität“, ecowin Verlag 2018 (siehe LINK)

 

Heute 18:00 Jour Fixe

Heute abends um 18:00 findet der Jour Fixe der OMAS GEGEN RECHTS statt zum Thema „Was kann die Wirtschaft?“

Gast ist Stephan Schulmeister

Moderation: Susanne Scholl

Ort: Albert-Schweitzer-Haus

Garnisongasse 14-16/Schwarzspanierstrasse 13

in 1090 Wien

erreichbar mit Linie 37, 38, 40, 41, 42 bis Berggasse, mit Linie 43, 44 bis Universitässtrasse

3 Minuten Fussweg

 

OMAS GEGEN RECHTS bei der VIENNA ART WEEK 2018

Bei der Vienna Art Week 2018 im November im Museumsquartier in Wien haben die OMAS GEGEN RECHTS eine Woche lang ein vielfältiges Programm vorbereitet, das den Titel trägt: „Widerstand im Paradies“.

Es gibt Workshops mit Schüler*innen, kreative Treffen im OMA-Café, einen Umzug im öffentlichen Raum mit „Katzenmusik und Keppelchor“, Abendveranstaltungen mit Lesungen, Musik, Theater und einem Jour Fixe mit dem Kabarettisten Florian Scheuba. Das Programm haben Caroline Koczan, Monika Salzer und

Die Veranstaltungen finden im Museumsquartier in Wien statt. Die Veranstalter der Vienna Art Week haben uns Räume zur Verfügung gestellt. Der Eintritt ist frei aber es wird um eine Spende gebeten.

Um euch Lust auf dieses tolle Programm zu machen, hier der Pressetext verfasst von Barbara Klein:

Zu Gast bei der Vienna Art Week im Museumsquartier „Promising Paradise“

OMAS GEGEN RECHTS – „Widerstand im Paradies“

19.11.-25.11.2018, 14.00-22.00 im Museumsquartier, Raum D/Q21, 1070 Wien.

Die Omas nehmen sich kein Blatt vor den Mund! Ein Feigenblatt erst recht nicht. Antisemitismus, Rassismus, Frauenfeindlichkeit und Faschismus bringen die Omas zum Aufschreien.

Mo, 19.11., 14:00, MQ, ab Eingang Mariahilferstraße
Es wird ein Zeter und ein Mordio sein! Jaulen und Blöken, Quäken und  Röhren, Brüllen und Plärren erschüttert das Museumsquartier in den Grundfesten.  Die Omas pfeifen auf Dezenz! Alles, was nervt an der aktuellen Politik wird ausgespuckt, bejault, bemault, bequengelt, beschuldigt, beklagt, bezichtigt. Regierungsmitglieder werden aus ihren Löchern kriechen und um Gnade winseln. Vergebens. Katzenmusik & Keppelchor – Ohrenschmaus und Klartext! Die Omas brüllen, was Sache ist.

15:00 – 16:30, Raum D/Q21
Im Anschluss wird im OMA Cafe nach Luft geschnappt. Blutdruckmessungen werden nahegelegt. Erlangen die Omas ihre Fassung wieder, erzählen sie aus ihrem Leben. Wobei ein Rückfall in den Keppelchor nicht auszuschließen ist. Moderation: Monika Salzer

Di, 20.11., 09:00 – 14:00, Raum D/Q21
Die SchülerInnen der NMS Schopenhauerstraße, 1180 Wien, sind noch jung und optimistisch, haben mehr Zeit und sind nicht so wütend. Sie arbeiten zum Thema „Demokratie und Widerstand“. Ein Workshop lässt sie Staaten gründen, Hymnen komponieren, Wahlen abhalten und gemeinsam Probleme lösen. Abschluss wird ein Flashmob mit den SchülerInnen im Museumsquartier sein unter dem Titel: „Tanz die Demokratie“. Leitung: Gerda Reissner, Caroline Koczan, Jenny Simanowitz

Mi, 21.11., 15:00 – 16:30, Raum D/Q21
ZARA steht für Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit und kommt zu Besuch ins OMA Cafe. Laufende Projekte werden vorgestellt, Fragen und Diskussion werden begrüßt. Kuchen und Kaffee verstehen sich von selbst, wenn die OMAS nicht backen, wer dann?  Mit Anna Schreilechner und Cäcilie Kappel von ZARA. Moderation: Monika Salzer

Do, 22.11., 10:00 – 12:00, Raum D/Q21
Die SchülerInnen der NMS Schopenhauergasse, 1180 Wien haben ihre Omas oder „Leihomas“ gebeten: „Oma, bitte erzähl mal!“. Im Café  haben sie Interviews mit Omas geführt. Die Ergebnisse werden per Video präsentiert. Aber auch live werden die SchülerInnen die OMAS GEGEN RECHTS über ihre Vorstellung von einem „Paradies auf Erden“ befragen. Storytelling von Heroinnen des Alltags.
Moderation: Gerda Reissner, Caroline Koczan

Fr, 23.11., 15:00 – 16:30, Raum D/Q21
Five o´clock heißt das dritte OMA Cafe, obwohl es schon um 15:00 beginnt. KünstlerInnen werden anwesend sein und die OMAS GEGEN RECHTS beim Gedankenaustausch zu künftigen Aktionen im öffentlichen Raum porträtieren oder karikieren. Die fertigen Werke werden danach im Raum D/Q21 ausgestellt. Moderation: Monika Salzer

Die Abendprogramme holen auch noch die letzten Stubenhocker und – Innen hinter dem Ofen hervor:

Do, 22.11., 20:00, Raum D/Q21
In „Who´s afraid of a Jewish Mother?“ verarbeitet Jenny Simanowitz gemeinsam mit der Sängerin Margaret Carter das Leben als jüdische Frau im Rollenkonflikt zwischen Witzfigur, Heldin und Projektionen einer männerdominierten Gesellschaft.
Eintritt: Freie Spenden

Fr, 23.11., 19:30, Raum D/Q21
Susanne Scholl liest aus ihrem Buch „Wachtraum“ mit Live-Musik , die um Susanne Scholls persönlichen Roman über starke Frauen und den Kampf um ein Leben nach dem Überleben, den musikalischen Rahmen spannt.
Eintritt: Freie Spenden

Sa, 24.11., 19:30, Raum D/Q21
„ProtestNoten an die Regierung“ lässt aufhorchen! Protest und Widerstand im Lied haben eine lange Geschichte. Mit einem musikalischen Aufruhr und Protestnoten von 1848 bis 2018, wollen die Künstlerinnen der OMAS GEGEN RECHTS dem Publikum Mut machen und Widerstand erklingen lassen: mit Widerstandsliedern, Chansons, Balladen oder Couplets, humorvoll wie ermutigend, kämpferisch wie tröstend. Die Lieder geben Kraft, machen Mut und werden gelegentlich auch zu Hymnen. Auf aktuelle Strophen dürfen wir gespannt sein!
Mit: Fanya Palikruschewa de Stella, Klavier
Jenny Simanowitz, Klavier, Rezitation, Margaret Carter, Gesang
Martina Cizek, Saxophon, Querflöte
Caroline Koczan, Gesang, Rezitation
Moderation: Monika Salzer
Eintritt: Freie Spenden

So, 25.11., 18:00, Raum D/Q21
Einen würdigen Abschluss des Widerstands im Paradies der Vienna Art Week bildet Autor und Kabarettist Florian Scheuba, dafür bekannt, sich kein Blatt vorzunehmen und schon gar nicht vor den Mund. Moderation: Susanne Scholl
Eintritt: Freie Spenden

Rückfragen an: office@omasgegenrechts.com
Caroline Koczan
Monika Salzer
Susanne Scholl
Maria Moritz info@omasgegenrechts.com
eSel esel@esel.at

Impressum:  Für den Inhalt verantwortlich  Caroline Koczan, Barbara Klein für Pressetext

Vienna Art Week 2018: https://2018.viennaartweek.at/de/

Zum Downloaden:

Vienna Art Week3

Pressetext Widerstand im Paradies Vienna Art Week

FlyerArtWeek

So beginnt die Hochzeit des Faschismus

Hier die Rede von Monika Salzer 

 „wiederdonnerstag“ 

4.10.2018, am Ballhausplatz in Wien

„Da seid ihr ja wieder alle und wir sind nun auch noch da. Liebe junge Menschen, Eure Zukunft liegt uns am Herzen.

Eure Träume, Pläne, Wünsche, wir stehen auf Eurer Seite.

Wir, die OMAS GEGEN RECHTS, haben uns einen Platz genommen im Widerstand gegen rechts, sind aufgestanden aus den mehr oder weniger bequemen Sitzgelegenheiten. Denn es brennt der Hut.

Der Krieg liegt in den Worten, in den Taten, im Mittelmeer, dort besonders zeigt er uns sein hässlichstes Gesicht. Halb Europa führt Krieg gegen die Armut, gegen die Menschenrechte, gegen das Recht zu leben.
Wieder Donnerstag, das bedeutet viel. Noch ist es uns erlaubt, den öffentlichen Platz zu besetzen und laut zu rufen, was wir denken.
Doch wo sollen wir anfangen? Und wie Euch den Rücken stärken, Euch Mut machen, Euch zeigen, dass wir gemeinsam das andere Österreich sind.
Unsere Eltern haben dieses Land völlig traumatisiert wiedererstehen lassen, mehr oder weniger großartig, aber immerhin mit einer funktionierenden parlamentarischen Demokratie.
Sie ist nun in Gefahr, durch unsere Bundesregierung in Gefahr, durch faschistische Kräfte in Gefahr, durch sogenannte christliche Werte in Gefahr, durch die Phantasie in Gefahr, dass eine gelenkte Demokratie oder dann auch ein totalitärer Staat besser sei als eine parlamentarische Demokratie.
Die Hälfte der Jugend hat in Europa nichts mehr zu arbeiten, die Hälfte sehnt sich nach einem starken Mann. So beginnt die Hochzeit des Faschismus.
Herr Kurz geht in diesem unserem Land aus und ein, als ob er nicht dazugehören würde. Er spricht nicht, er setzt sich nicht auseinander, er zeigt keinen Weg auf. Er hat keine Persönlichkeit, der wir gegenüber stehen könnten, und rennt vor drei Frauen mit Dirndl davon, die ja nur die Schande dieser Regierung aufgemalt haben.
60 Stunden sollen wir arbeiten? Es sind nicht einmal die Kickls, die dieses Land in den Abgrund fahren wollen, denn die werden schon kreuzweise „gefaltert“. Es ist ein junger unerfahrener visionsloser schweigender Mann mit einem besonderen Faible für Papa Putin, und es ist seine Schweigepartei. Die Staatstragerei der ÖVP ist vorbei, nun kommt ein neuer Austrofaschismus daher.
Wir OMAS GEGEN RECHTS wollen Euch und uns Mut machen, dem allen entgegentreten zu können. Gemeinsam als große Plattform gegen den Faschismus schaffen wir das! Die Mehrheit steht auf unserer Seite!“

Hier zum PDF-Download: Rede 04102018

Wir sind do! Donnerstagsdemo erfolgreich wiederbelebt!

Es war schon auf dem Weg zum Ballhausplatz zu bemerken, viele, sehr viele Menschen waren in der selben Richtung unterwegs. Viele junge Leute, viele Familien mit Kindern drängelten sich von der Ringstrasse zum Ballhausplatz hin. Bereits um 18:00 war es vor der Bühne komplett voll und auch viele, viele OMAS GEGEN RECHTS mit unseren schwarz – weissen Plakaten. Je näher man/frau kam desto besser konnte man die Protestsängerinnen hören, bella ciao, ciao, ciao. Die privaten Veranstalter*innen hatten Tolles geleistet, eine Bühne aufstellen lassen und sehr erfolgreich für die Veranstaltung geworben.

Erster Höhepunkt war dann die Ansprache von Monika Salzer, sehr pointiert, sehr kritisch, sehr scharf die Situation darstellend. Wir stehen neuerlich davor, einen Faschismus unser Land, unsere Gesellschaft beherrschen zu lassen. Das wollen wir OMAS GEGEN RECHTS nicht zulassen. Monika Salzer rief dann auch noch dazu auf, das Frauenvolksbegehren zu unterschreiben! Hingehen – bis inklusive Montag 20 Uhr!!! Bitte auch noch fleissig weiter sagen!

Vertreter*innen von Migranten*innen, Flüchtlingen, Schüler*innen, LGBTI-Gruppen kamen ebenfalls zu Wort. Michaela und Vera von der Armutskonferenz wiesen besonders auf die Auswirkungen des Sozialabbaus für von Armut bedrohte und behinderte Menschen hin. Ja, zwei Rollstuhlfahrer kamen auf der Bühne zu Wort, sprachen über ihre Empörung, dass die Regierung nicht gewillt ist, die Behindertenkonvention in Österreich endlich umzusetzen, sondern die Situation von behinderten Menschen nur noch prekärer zu machen.

Wir sind 20 000, ging der Ruf durch die Menge! Ein tolles Ergebnis und ein toller Anfang! Nächsten Donnerstag soll wieder marschiert werden und so manche OMA hat das begrüsst. Standfestigkeit bei OMAS GEGEN RECHTS ist sehr in Ordnung, aber im OMA-Alter ist das stundenlange Stehen schon schwierig. Also für nächsten Donnerstag: „Wieder Donnerstag. do!“ Hinkommen und Mitgehen am Donnerstag 11. Oktober!  (Treffpunkt wird rechtzeitig bekannt gegeben)

Hier das Video mit Dank an Renate Sassmann:  LINK

Pressemeldungen:  diepresse  derStandard

ORF:   Wien-heute

Puls 4: News Puls4

Die ersten Fotos:

 

Ab 4. Oktober ist Wiederdonnerstag!

Die Kundgebung am Ballhausplatz an diesem ersten Donnerstag ist der erste Streich:

4. Oktober, 18:00 am Ballhausplatz, 1010 Wien

Mit den Chören Music4HumanRights und Singender Block, mit Redebeiträgen von Monika Salzer von den OMAS GEGEN RECHTS, der Künstlerin Stefanie Sourial, Emad Almunajid von Queer Base – Welcome and Support for Lgbtiq Refugees und Brown Henrie Dennis von Afro Rainbow Austria, Vera Hinterdorfer und Michaela Moser von der Die Armutskonferenz. – EAPN Austria, der Journalistin Nour Kelifi, der Autorin Stefanie Sprengnagel, dem Verein Freiräume, der Schülerinnenband Das Schrei, der Schauspielerin Erni Mangold und Rubia Salgado sowie Musik von bosna/akut, Clara Luzia, Mani Obeya von den Sofa Surfers, Fauna+FARCE, Ankathie Koi, GUSTAV, Kid Pex und ESRAP.

Und danach? Alle möglichen Protestformen, unterschiedliche Orte der Stadt, verschiedene Menschen auf der Bühne oder als Organisator_innen. Ab dem 4. Oktober sind die Donnerstage das, was wir gemeinsam Woche für Woche daraus machen.

Jour Fixe am 10. Oktober 2018 mit Stephan Schulmeister

Unser erster OMA JOUR FIXE im Herbst 2018:

WAS KANN DIE WIRTSCHAFT?

Gast: Mag. Dr. Stephan Schulmeister, Wirtschaftswissenschaftler und Hochschullehrer

Moderation: Dr. Susanne Scholl

10. Oktober 2018, 18.00, Albert-Schweitzer-Haus Wien

Garnisongasse 14-16/Schwarzspanierstraße 13, 1090 Wien

Stefan Schulmeister ist seit 1972 wissenschaftlicher Mitarbeiter beim österreichischen Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) im Bereich „Mittelfristige Prognose, längerfristige Wirtschaftsentwicklung, Finanzmärkte und internationaler Handel“. Seine Arbeitsgebiete sind Industrieökonomie, Innovation und internationaler Wettbewerb, Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen, Finanzmärkte und Unternehmensstrategien.

Schulmeister übt in seinen zahlreichen Publikationen unter anderem eine dezidierte Kritik am Neoliberalismus (den er als „Marktreligiosität“ bezeichnet) und fordert Alternativvorschläge wie einen gesamteuropäischen New Deal, so unterzeichnete Schulmeister auch (gemeinsam mit 300 Intellektuellen) im Januar 2015 eine Unterstützung der sozialistischen SYRIZA-Bewegung „im Kampf gegen die falsche Wirtschaftspolitik Europas“

Alle OMAS, OPAS und Interessierte sind herzlich eingeladen!

 

Erklärung an die Jugend Europas

Proklamation der OMAS GEGEN RECHTS

Nicht gehaltene Rede von Monika Salzer anlässlich der Demonstration Salzburg #noS20-Demo am 20.9.2018

Abschlusskundgebung

Liebe junge Menschen,

Wir sind die OMAS GEGEN RECHTS und wir protestieren heute mit Euch Seite an Seite gegen die EU-Flüchtlingspolitik. Uns hindert unser Alter nicht, laut unsere Stimme zu erheben, wenn es um den Tod von tausenden Menschen geht. Uns hindert unser Alter nicht, solidarisch zu sein mit euch, Eurem Leben und Eurer Zukunft. Uns hindert unser Alter nicht, auf die Straße zu gehen. Ihr steht auf der richtigen Seite, auf der Seite des Lebens, des Mitgefühls, auf der Seite der Gerechtigkeit. Wir wollen gemeinsam eine solidarische menschliche Welt.

Die EU steht heute am Gipfel. Sie schaut auf das weite Land, neben ihr das Gipfelkreuz. Am Gipfel sieht man nicht viel außer andere Gipfel, weit abgehoben vom Tal der Tränen. Am Gipfel bereiten fast ausschließlich Männer, umgeben von Gipfelluft, den Krieg vor. Es ist zuerst der Krieg gegen die Flüchtlinge und Armen, dann der Krieg gegen einander um die letzten Reserven der Welt. Der Neoliberalismus zeigt seine hässlichste Fratze. Es sei nicht genug für alle da. Die müssen halt leider im Meer ertrinken, während wir Gipfelmahlzeit halten.

Wie sollen wir jemals unseren Enkelkindern erklären, was im Mittelmeer stattfindet oder stattgefunden hat? Am Gipfel ist gut reden, palavern, diskutieren ohne Gefühl, nur reine Taktiken werden entwickelt und die beste ist ja die Sündenbocktaktik, die lenkt von allem ab. Aber im Tal der Tränen? Wortlos schauen wir zu und finden die Worte nicht für unsere Kinder. Warum, OMA, warum? Ja, warum?

Das Gewissen Europas ist im Mittelmeer ertrunken und damit wird auch die Zukunft unserer Kinder nicht dieselbe sein. Das Mittelmeermassaker ist der Beginn einer neuen Ära, die sich wie Blei anfühlt. Im schönen Mittelmeer, in dem unsere Kinder schwimmen, liegen tausend Leichen.

Eine der wesentlichen Grundlagen der 2. Republik ist der Antifaschismus, geboren aus den Gräueln des Krieges. Nun zerstören wieder Faschistinnen und Faschisten unser Land und Europa und allen voran: Österreich.

Wir wollen gemeinsam allen zeigen, dass wir das nicht hinnehmen und zur Gipfeljause übergehen.

Wir nehmen es nicht hin, dass die Menschenrechte gebeugt und verraten werden, wir nehmen es nicht hin, dass Europa nicht mehr wert sein soll als eine billige Kulisse für Reichtum und Erfolg, wir nehmen es nicht hin, dass unsere Kinder belogen werden.

Ja, im Mittelmeer liegen tausende Leichen. Einige wenige Heldinnen opfern sich dafür auf, dass es nicht noch mehr werden. Das ist die gute Geschichte.

PDF-Download Erklärung an die Jugend Europas