Steiermark

Liebe OMAS in der Steiermark:

Facebook -Gruppe: OMAS GEGEN RECHTS Steiermark

Es gibt eine neue Emailadresse: 

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Anfragen und Aufnahmeersuchen richtet bitte ebenfalls an:

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Anfragen wegen HAUBEN:

Bitte an Martin Gerdenitsch:

Presseerklärung der OMAS GEGEN RECHTS Steiermark

Anlässlich der Feier 15 Jahre Grazer Bürgermeister Nagl:

Steirische OMAS GEGEN RECHTS zu „15 Jahre Bürgermeister Nagl“

Seit kurzem gibt es die OMAS GEGEN RECHTS auch in Graz. Mit ihren typischen Hauben, die den Pussy Hats der Frauenbewegung gegen Trump nachempfunden sind, tauchen sie überall dort auf, wo Widerstand gegen eine rechtspopulistische Politik nötig ist. So auch beim großen Fest zum 15-jährigen Bürgermeister-Jubiläum von Siegfried Nagl am Donnerstag, 19. April, am Grazer Schlossberg. Dort überreichten sie ihm eine Einladung zum Gespräch, dazu Nadel und Wolle mit dem Hinweis auf die OMA-Hauben: „Opa Nagl, Sie müssen an Ihrer Einstellung arbeiten, damit diese Stadt in eine offene, friedvolle und freie Zukunft geht. Zum Wohle Ihrer und aller Kinder und Enkelkinder!“

Unsere Utopie ist eine freie, respektvolle und wertschätzende demokratische Gesellschaft, die von humanistischen Politikerinnen und Politikern vertreten wird. Die Entwicklung in Graz geht allerdings in eine andere Richtung.

Wir erleben mit Entsetzen, dass der nunmehr 15 Jahre amtierende Bürgermeister Nagl eine rechtsextreme Partei in die Stadtregierung holte und sich bestens mit ihr arrangiert. Die Verharmlosung rechtsextremen Gedankenguts und das Gift, das es in unsere Gesellschaft rinnen lässt versetzt uns in existenzielle Sorge. Die Rechte der Opposition und der Zivilgesellschaft werden eingeschränkt, der Sozialabbau hat begonnen und Regierungsmitglieder treten mit einer unsäglichen Geisteshaltung an die Öffentlichkeit. Hier nur einige Beispiele:

 Vizebürgermeister Mario Eustacchio hält eine Rede bei einem Kongress, deren Veranstalter als rechtsradikal unter Beobachtung stehen. In dieser Rede relativiert er nach eigenen Aussagen die Menschenrechte.
 Nach monatelangem Hinhalten wird durch einen dringlichen Antrag verhindert, dass Stadträtin Tina Wirnsberger wieder eine unabhängige Frauenbeauftragte einsetzt. Die Kosten der ÖVP/FPÖ-Variante der Frauenpolitik, abhängig und kompetenzlos, wird gegen den Willen der Stadträtin aus deren Budget abgedeckt.
 Bei den Verhandlungen mit dem Land über den Nahverkehr durfte die für den Verkehr zuständige und verantwortliche Stadträtin Elke Kahr nicht teilnehmen. Das ist eine Missachtung der Statuten der Stadt.
 Bei der Gedenkveranstaltung des Landes zum 11. März, dem Gedenktag zum Anschluss Österreichs an Nazi-Deutschland“, ist nicht ein/e Verantwortliche/r der Stadt vertreten. Diese debattieren nämlich derweil über Olympische Spiele.

Wir laden den Bürgermeister anlässlich seines Jubiläums zu einem ernsten Gespräch mit uns OMAS GEGEN RECHTS ein. Wir werden mit ihm über die Zukunft unserer Enkel in dieser Stadt sprechen. Denn wir wollen ihnen allen, diesen jungen Menschen, die Möglichkeit zu einem integren, gleichwertigen, liebevollen, beschützten Leben in einem förderlichen Umfeld geben.

Wir machen uns sichtbar. Wir beobachten und nehmen Stellung. Wir urteilen. Wir wachen über die politische Lage. Wir empfinden rechtsextremes Gedankengut als Gift für unsere Gesellschaft. Daher übernehmen wir sicht- und hörbare Verantwortung für die Zukunft der nächsten Generationen. Wir wissen, dass die liberale Demokratie einem massiven Angriff durch Rechtspopulisten und Rechtsextreme ausgesetzt ist. Wir leisten Widerstand.

Die OMAS GEGEN RECHTS.
https://www.omasgegenrechts.com/bundeslander/steiermark/

Fotos von Sigrid Schönfelder

 

Termine:

Jour Fixe (5) Dienstag, 24. April 2018: OMA GEGEN RECHTS Treffen, 17 Uhr, Stadtschenke
Beim ersten Treffen wurde vereinbart, dass wir uns 14-tägig, abwechselnd Dienstag und Donnerstag treffen.Jour Fixe (6): Dienstag, 8. Mai, 17-19 Uhr, Stadtschenke, Neutorgasse 22 . Achtung: in dieser Woche statt Donnerstag (Christi Himmelfahrt) am Dienstag!

Lesung von Susanne Scholl
Zeit/Ort: Mittwoch, 16. Mai 2018, Forum Stadtpark (Uhrzeit folgt)

Frühstück mit Monika Salzer und Susanne Scholl
Donnerstag, 17. Mai, StadtSchenke, Neutorgasse 22 (Uhrzeit folgt)
Jour Fixe (7): Dienstag, 22. Mai, 17-19 Uhr, StadtSchenke, Neutorgasse 22

OMA GEGEN RECHTS – Vernetzungstreffen in Wien, Sonntag, 27. Mai  

Die Details:

  • 5. Jour Fixe der OMAS GEGEN RECHTS Steiermark

Zur Erinnerung – 24. April 2018 um 17:00 Uhr in der Stadtschenke in Graz

 Umbenennung problematischer Straßennamen in Graz – Ein Zeichen setzen!

Impulsreferat: Ao.Univ.-Prof. Drin Karin Schmidlechner-Lienhart, Mitglied der HistorikerInnen-Kommission

Mehr dazu: Strassennamen Graz

 

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Externe Veranstaltungen


Eva Rossmann, Lesung aus „Patrioten“
Zeit/Ort: Dienstag, 17. April, 19 Uhr, Steiermärkische Landesbibliothek, Zugang zum Veranstaltungssaal der Landesbibliothek erfolgt über die grüne Tür im Joanneumsviertel, Kalchberggasse Nr.2.
VeranstalterIn: Steiermärkische Landesbibliothek 

Stand und Perspektive der NS-Forschung in der Musik
Zeit/Ort: Mittwoch, 18. April 2018, 17:30 Uhr, Reiterkaserne
„Zigeuner“: Unbekannte Musiker und ihr Schicksal im „Dritten Reich“
Gastvortrag von Profin Claudia Maurer Zenck, Hamburg
VeranstalterIn: Kunstuniversität Graz 

„Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.“
Symposion anläßlich der nationalsozialistischen Bücherverbrennungen 1938
Zeit/Ort:
Donnerstag, 19. – Freitag, 20. April, Steierm. Landesbibliothek, Kalchbergg.2
Weitere Infos dazu: http://www.clio-graz.net/

„Verbrannt in der Übersetzung von…“
Zeit/Ort: Donnerstag, 26. April 2018, 19 Uhr, Ort: Hauptbibliothek Zanklhof, „Kernstockg.2“
Eintritt frei, keine Anmeldung notwendig
Lesung in Gedenken an die ÜbersetzerInnen und Übersetzer verbrannter Bücher von 1938
Einführung und Rahmung: Larisa Schippel (Wien), Lesung: Ninja Reichert (Graz)
Eine Kooperationsveranstaltung des Instituts für Translationswissenschaft, der Stadtbibliothek, des Centrums für Jüdische Studien der Karl-Franzens-Universität und Clio.

Nazis&Goldmund: Poesie gegen Rechts!
Zeit/Ort: Samstag, 28.4.2018, 18 Uhr, Hauptraum, Saloon, Forum Stadtpark, Eintritt frei
Mit: Jörg Albrecht, Thomas Arzt, Sandra Gugi?, Thomas Köck, Gerhild Steinbuch, Gerhard Ruiss, Isolde Charim
Nazis&Goldmund versteht sich als vielköpfiges poetologisches Monstrum, das die Entwicklungen und Aktionen der Europäischen Rechten und ihrer internationalen Allianzen kritisch beobachtet, deren Erzähl- und Interventionsstrategien untersucht und attackiert. „Wir arbeiten mit Sprache, die wir auffinden, die unmerklich fallen gelassen wird, die aufdringlich durch Räume hallt. Sprache, die Spuren hinterläßt. Damit die Gegenwart nicht kommentarlos vorübergeht.“ Seit 2016 kratzt das Berliner und Wiener Kollektiv die „vergoldeten“ Begriffe der Neuen Rechten Schicht für Schicht ab. In Graz lesen die fünf Autor*innen aus ihrem neuen Projekt – einer Demontage des österreichischen Regierungsprogramms – und laden im Anschluss zum Ängst-Detox, einer kollektiven Meditation zum Loswerden von Phantomen und Monstern.
VeranstalterIn: Forum Stadtpark

Getrübte Badefreuden 1838: Die „Arisierung“ des Grazer Margaretenbades
Zeit/Ort: Donnerstag, 3. Mai 2018, 19 Uhr, Grätzeltreff, Wastlergasse 2 (Geidorf)
Vortrag: Univ.Prof.Dr. Gerald Lamprecht, Historiker und Maga Claudia Beiser, geb. Zerkowitz
Vor 90 Jahren wurde im Übergangsbereich zwischen dem Villengebiet Rosenberg und der gründerzeitlichen Stadt das Margaretenbad errichtet. Die vom jüdischen Architekten Eugen Székely entworfene Anlage entsprach dem neuen Körperbewusstsein in dieser Zeit: Licht, Luft, Sonne! Auftraggeber war die jüdische Familie Zerkowitz, die auch für die Namensnennung des Bades – Margarete war das französische Kindermädchen gewesen – sowie die Bauarbeiten zuständig war. Bereits 1937 wurde auf das Kassagebäude des Schwimmbads ein Anschlag durch Nazis verübt, ehe das Bad nach dem „Anschluss“ 1938 „arisiert“ wurde. Im Gedenken an die Ereignisse vor 80 Jahren, als Jüdinnen und Juden zudem der Eintritt in das Schwimmbad verboten wurde, erinnern wir gemeinsam mit der Grätzelinitiative Margaretenbad an die Geschichte dieser Schwimmanlage und die der Gründerfamilie.
VeranstalterIn: Grätzelinitiative Margaretenbad gemeinsam mit CLIO Verein für Geschichts- und Bildungsarbeit

„Was will der Staat von der Schule?“
Zeit/Ort: 7. Mai bis Ende 2018, in den Arkadengängen des Landhauses Graz
Bildungseinrichtungen zwischen Faschismus und Demokratie
Ein Schulprojekt im Rahmen der Gedenkinitiative „Für eine lebendige Erinnerungskultur in der Steiermark“

Befreiung 1945 – Orte und Zeichen der Erinnerung
Zeit/Ort: Dienstag, 8. Mai, 18 Uhr, GrazMuseum, Sackstraße 18
Vortrag und Buchpräsentation anläßlich der Befreiung am 8. Mai 1945, mit Dr. Heimo Halbrainer, Historiker.
VeranstalterIn: Clio

1968 – Überlegungen zu Mythos und Realität
Zeit/Ort: Montag, 14. Mai, 18 Uhr, GrazMuseum, Sackstraße 18
Vortrag und Diskussion mit Karl Wimmler, Autor
Es gibt nicht viele Jahre in der Geschichte, über die so viel geschwätzt und phantasiert wird wie über das Jahr 1968. Leider nicht zuletzt auch unter und von anglichen Linken, fragwürdigen Sozialisten oder Kommunisten. Andererseits findet seit Jahren ein von rechter Seite betriebenes Rollback gegen vermeintliche „linke Meinungsvorherrschaft“ durch eine angebliche „68er Generation“ statt. – Was ist davon zu halten? Was passierte überhaupt in diesem Jahr? Und was ist heute der Rede wert?
Karl Wimmler versucht einen unorthodoxen Zugang zum Thema, auch zu den damaligen Vorgängen in Österreich.
VeranstalterIn: Clio 

Aufmerksamkeit für die OMAS GEGEN RECHTS in den Medien:
Auch in der Steiermark sind die OMAS Aufmerksamkeit für die Zeitungen wert. Hier ein Bild aus „Welt der Frauen“: