Menschenkette – Frauenkette in Wien erfolgreich

Fotos: Burian-Langegger

Die OMAS GEGEN RECHTS – in Aktion , heute vor der Oper auf der Ringstrasse. Menschenkette für Frauenrechte war erfolgreich. Angemeldet waren etwa 100 OMAS für die Aktion „Menschenkette für Frauenrechte“, gekommen sind weit mehr und das an allen Treffpunkten entlang der Ringstrasse und am Franz Josefs Kai.  Kleine Wölkchen am Himmel, Sonnenschein, warm, nur leichter angenehmer Wind. Um 15:30 hat die Polizei, die übrigens wenig sichtbar und sehr zuvorkommend war, in einer Durchsage haben sie uns als „die Damen“ angesprochen,  die Ringstrasse gesperrt und die Kette konnte sich in der Mitte der Strassen aufstellen. Um 16 Uhr wurde die Kette dann geschlossen und es wurde eine Schweigeminute abgehalten. Zum Nachdenken, wieviel Unterschiede es noch gibt, wie gross die Gehaltsunterschiede immer noch sind, wie wenig unsere Regierung für Frauen tun möchte, dass Frauen mit wenig Einkommen, viele Alleinerzieherinnen von dem Familienbonus GAR NCIHTS bekommen, dass das Frauenvolksbegehren in den Herbst verschoben wurde und mit seinen Forderungen von der Regierung unerwünscht ist. Dazu erschallten die Lieder „Unter dem Pflaster“, „Tun wir uns zusammen“ und natürlich als krönender Abschluss vor der Oper das „Oma Lied“. Danke OMAS und OPAS und Frauen und Männer, die diese tolle Aktion möglich und weithin sichtbar gemacht haben!

 

Opens Pace – wie komme ich dorthin?

Foto: Martin Grabner, wohnprojekt.wien

MORGEN SONNTAG 27.5.,

UM 10:00 UHR OPEN SPACE

erreichbar mit Öffis:

U1 Vorgartenstrasse, Bus 11A bis Pensionsversicherung

oder U6 Handelskai, Bus 11A bis Pensionsversicherung,

Fussweg 5 Min.

(Wichtig: der Bus 82A fährt am Sonntag NICHT !!! )

http://wohnprojekt.wien
Webseite runter scrollen – dort findet ihr einen Lageplan!

Wir freuen uns schon!

Ein besonderer Gruss von Konstantin Wecker

Foto von Gabi Weiss

Ein besonderer Gruss an die OMAS GEGEN RECHTS von Konstantin Wecker!

Danke für Deine Solidarität und Dein Engagement! Deine Lieder sind leider aktueller denn je!

Aktuell dazu sein Song „Sage Nein“

Text:
Wenn sie jetzt ganz unverhohlen
wieder Nazi-Lieder johlen,
über Juden Witze machen,
über Menschenrechte lachen,
wenn sie dann in lauten Tönen
saufend ihrer Dummheit frönen,
denn am Deutschen hinterm Tresen
muß nun mal die Welt genesen,
dann steh auf und misch dich ein:
Sage nein!
Dazu der Link: https://www.youtube.com/watch?v=aZtmfCJRErY

Menschenkette am Samstag 26.5.2018

Liebe OMAS, bitte bitte, kommt am 26.5., 14.30 zur Oper zur größten Frauendemo (abgesehen jene am 8.3.), die OMAS haben die Ehre, vom Veranstaltungskomitee „20.000 Frauen“ für die Oper eingeteilt worden zu sein. Es werden zwei Lieder gemeinsam über den ganzen Ring, verstärkt von Radio Orange, gesungen, „Unter dem Pflaster“ (Schneewitchen) und „Frauen kommt her“. Ich bitte euch, die beiden Lieder auf You Tube anzuhören und zu lernen, den Text werden wir dann austeilen. Wir sollten es den Rechten zeigen!!!!!!

Unter dem Pflaster da liegt der Strand – Gruppe Schneewitchen

Frauen kommt her – Frauen erhebt euch

Folgende Organisationen unterstützen uns bei der Vorbereitung und Bewerbung, vielen Dank an Euch alle! Die Liste wird laufend erweitert:

Omas gegen Rechts, Grüne Frauen, SPÖ Frauen, OBRA, Frauenhetz, ÖGB Frauen, LEFÖ, Business & Professional Women, Verein frauenzimmer, Frauen*volksbegehren 2.0, KPÖ Frauen, Linkswende, Plattform für menschliche Asylpolitik, MA57, Offensive gegen Rechts, SozialdemokratInnen und GewerkschafterInnen gegen Notstandspolitik, AUGE/UG, Grüne Migrant*innen, KZ Verband/VdA, TakeBackTheStreets, Netzwerk österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen, Interessengemeinschaft Freie Theaterarbeit, Bund demokratischer Frauen Österreich, HOSI Lesbengruppe Wien, Ni una menos, Junge Musliminnen Österreich, …

Geplanter Ablauf (in Wien):

Treffpunkt 14:30 Uhr. Von dort aus umrunden wir Ring und Kai.
Um 16:00 soll die Kette geschlossen werden, Radio Orange wird uns live begleiten.

Batteriebetriebenes Radio bitte mitnehmen, so vorhanden. Danke!

Weitere Infos:

Menschenkette in Innsbruck   

26.5.2018 um 15:30 Uhr

Zukunft, Dialog, Speeddating im Dschungel Wien

Fotos von Daniel Landau, Corinne Eckstein, Susanne Scholl

Hier ein Kurzbericht von OPA Daniel Landau:

Was für ein wunderschöner und interessanter Vormittag, heute, im Dschungel in Wien!
52 Schüler_innen begegneten 16 Omas (einer davon ein Opa).
Immer drei Schüler_innen und eine der #OmasgegenRechts kamen für jeweils etwa 10 Minuten ins Gespräch. Dann ein Wechsel, das ganze ein paar Runden lang.
Tolle junge Menschen, auffällig aufgeschlossen und empathisch. (Viele davon aus der ILB)

Dazu ein kurzes Video:  https://www.facebook.com/daniel.landau.52/videos/1923603561006950/

Besonderen Dank an Corinne Eckenstein, allen Helfer_innen im Dschungel, allen Pädagog_innen, auch den Omas – aber ganz besonders an euch, an alle Schülerinnen und Schüler!

Danke!

 

  

Nie wieder Ustascha Treffen in Kärnten

Foto:  Unabhängige Linke/Levica in Kärnten/Koroška

Eine sehr starke Forderung der Linken und Antifaschisten in Kärnten. Die Diskussion und Proteste gegen die Veranstaltung waren heuer stärker als je zuvor. Und es hat etwas genützt. Die Kontakte zu den Behörden in Slowenien und Kroatien und das Verbot, in Österreich faschistische Abzeichen und Embleme zu tragen wurde zwar nicht vollständig, aber doch zum grossen Teil eingehalten. Es gab auch Festnahmen, mehr als die Jahre davor, nämlich 9. Neu war, dass es eine Gegenveranstaltung gab und unsere Kärntner OMAS waren dabei! Weiter so, liebe OMAS in ganz Österreich, Präsenz zeigen und konsequentes Auftreten gegen alle Arten von Faschismus!

arte Dokumentation auf YouTube

Die Dokumentation über die OMAS GEGEN RECHTS auf arte.tv

vom 7.5.2018 kann auf YouTube nachgesehen werden.

Hier der Link:  https://www.youtube.com/watch?v=yMF8dutC9Ak&feature=youtu.be

Die Ausstrahlung der Dokumentation hat einen Sturm von Anfragen ausgelöst und auch 5 mal soviele Ansuchen auf Beitritt zu unserer Gruppe. Die Administratorinnen sind fleissig dabei, all diese Ansuchen aufzuarbeiten. ein wenig Geduld bitte. Danke!

OMAS trotzen dem Sturm

Wien – 8. Mai 2018 – 73 Jahre nach 1945 – Tag der Befreiung

Mehr als 70 OMAS nahmen an der Demonstration zum Tag der Befreiung teil. Der Demonstrationszug ging vom Karlsplatz über den Schwarzenbergplatz, wo der Wetterwind einsetzte, die Schirme aufgespannt wurden, am Ring vor dem Burgtor wurde es dann ganz schlimm und der Platzregen spülte  die Demonstranten auseinander. Doch es klarte wieder auf und das Fest der Freude kann auf dem Heldenplatz stattfinden!

Einige Fotos dazu von Rainer Mayerhofer:

  

  

Ebensee 73. Internationale Gedenkfeier

Foto von: Zeitgeschichte Museum Ebensee, memorial-ebensee.at

Die 73. Internationale Befreiungsfeier fand am 5.5.2018 unter großer Beteiligung von internationalen Delegationen statt. Neben den Überlebenden Stanley (Zoltan) Bernath und Andrew Sternberg hielten DDr.in Barbara Glück (Mauthausen Memorial) und Dr.in Camilla Brunelli (Aned Italia) Ansprachen. Im Gedenkreferat richtete die österreichische Schriftstellerin und Journalistin Dr.in Susanne Scholl sehr persönliche Worte an die Teilnehmer der Befreiungsfeier. Die Überlebenden Max R. Garcia und Max Safir nahmen ebenfalls an den Feierlichkeiten teil, die von zahlreichen Jugendlichen besucht wurde.

Susanne Scholl hielt eine der Gedenkreden:

Ebensee 5.5.18

Sehr verehrte Festgäste,
Signore e signori,
Madams et monsieurs,
Ladys and gentelmen,
es ist mir eine unglaublich große Ehre, dass ich an diesem Tag hier diese Rede halten darf.
Und es ist mir ein besonderes Bedürfnis.
Mich verbinden mit diesem Ort zwei unterschiedliche Dinge.
Zum ersten – ich habe als ich jung war viele Sommer hier in der Nähe verbracht. Meine Eltern hatten eine Wohnung in Altmünster – man fährt eine knappe halbe Stunde hier her und wir haben die KZ-Gedenkstätte fast jeden Sommer besucht.
Das wiederum hat etwas mit meiner persönlichen Lebensgeschichte zu tun.
Ich bin Jüdin. Meine Eltern haben überlebt, weil sie rechtzeitig nach England entkommen konnten.
Meine vier Großeltern sind von den Nazis ermordet worden.
In Maly Trostinec bei Minsk, in Auschwitz.
Ich habe nicht nur das Trauma der Verfolgung geerbt. Ich habe auch die Verpflichtung geerbt, nie zu vergessen, was Menschen im Stande sind anderen Menschen anzutun. Nie zu vergessen, wie wichtig es ist, zu erinnern. Denn wer vergisst wiederholt!
Wir leben in einer Zeit großer Unruhe, großer Unsicherheit, großer Verzagtheit, großen Unbehagens.
In einer Zeit, in der eine neue Generation von Politikern an die Macht kommt, die das Vergessen zu ihrem politischen Leitfaden ernannt hat.
Weil sie sich nicht erinnern will. Weil das Erinnern sie zwingen würde, die Welt anders als im engen Tunnel ihrer Machtgier zu sehen.
Das lässt mich – und zum Glück viele andere wie mich – nicht ruhen. Es zwingt uns, unsere Verpflichtung wahr zu nehmen, die die Geschichte unserer Familien aber auch die Geschichte aller Menschen uns auferlegt.
Wir dürfen nicht wegschauen.
Wir dürfen heute nicht wegschauen, wenn neuerlich Menschen kategorisiert werden. Wenn man ihnen ihre Menschenwürde abspricht, ihr Menschenrecht auf ein würdiges Leben.
In diesem Land, wie leider in einer Reihe anderer europäischer Staaten geschieht jetzt genau das.  Wir haben ein neues Feindbild gefunden – die Muslime.
Und geben die Schuld an allem, was in der Welt geschieht, diesen Feinden.
So wie wir als Juden einst am Elend der Welt schuld waren sind es heute die Muslime. Auch wenn ich anmerken muss, dass auch die Juden immer noch dazu herhalten müssen, Hass und Neid, Respektlosigkeit und Niedertracht aufzufangen.
Wir stehen hier an einem Ort des Grauens.
An einem Ort, an dem geschehen ist, was nie hätte geschehen dürfen und was nie wieder geschehen darf.
Meine Eltern haben mich in dem Bewusstsein erzogen, dass es nichts Schlimmeres auf der Welt gibt, als Menschen ihr Recht auf ein menschenwürdiges Leben abzusprechen. Und sie haben mir den Auftrag mitgegeben, mich gegen jede Form von Unrecht zu wenden.
Wir, die Menschen meiner Generation, sind heute alt. Und wir nehmen nach und nach den Platz jener ein, die direkt erlebt haben, was Hass und Niedertracht aus den Menschen machen, was es heißt, wenn Menschen ihr Menschsein aberkannt wird.
Wir müssen jetzt die Staffel von ihnen – den Zeitzeugen der ersten Generation – übernehmen und die Erinnerung weitertragen.
Denn wenn ich höre, mit welcher Sprache die heutigen Regierenden über Menschen sprechen, die in ihrer Not an unsere Türen klopfen, dann höre ich die damaligen Machthaber. Dann höre ich jene Menschen, die meine Mutter als Saujüdin beschimpften, als man sie durch Wiens Straßen trieb. Ich höre die belgischen Beamten, die damit drohten, meinen Großvater väterlicherseits aus Belgien zurück nach Nazideutschland abzuschieben.
Wir – die wir hier stehen – im Gedenken, an all jene, die man hier gequält und ermordet hat – wir dürfen nicht zulassen, dass sich wiederholt, was sich nie wiederholen sollte. Wir haben die Pflicht wachsam zu sein und laut zu sagen, was falsch ist. Wir können noch mutig sein. Noch sind wir nicht in Gefahr. Und das müssen wir ausnützen.
Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit und verneige mich in tiefem Respekt vor den Toten, an die wir heute hier vor allem gedenken.
Und diesen Respekt – darum bitte ich Sie – sollten wir auch den Lebenden entgegenbringen. Allen Lebenden.

Erinnerung: arte Doku heute abends

Hallo liebe OMAS GEGEN RECHTS,

Heute Abend läuft bei ARTE die Re:portage zu unserer Initiative! Vielleicht ist der Trailer zur Re:portage für die Community interessant:

https://www.facebook.com/REbyARTE/videos/10155702533408869/

arte.tv um 19:40 Uhr  !!!! Nicht versäumen!