Jour Fixe am 10. Oktober 2018 mit Stephan Schulmeister

Unser erster OMA JOUR FIXE im Herbst 2018:

WAS KANN DIE WIRTSCHAFT?

Gast: Mag. Dr. Stephan Schulmeister, Wirtschaftswissenschaftler und Hochschullehrer

Moderation: Dr. Susanne Scholl

10. Oktober 2018, 18.00, Albert-Schweitzer-Haus Wien

Garnisongasse 14-16/Schwarzspanierstraße 13, 1090 Wien

Stefan Schulmeister ist seit 1972 wissenschaftlicher Mitarbeiter beim österreichischen Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) im Bereich „Mittelfristige Prognose, längerfristige Wirtschaftsentwicklung, Finanzmärkte und internationaler Handel“. Seine Arbeitsgebiete sind Industrieökonomie, Innovation und internationaler Wettbewerb, Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen, Finanzmärkte und Unternehmensstrategien.

Schulmeister übt in seinen zahlreichen Publikationen unter anderem eine dezidierte Kritik am Neoliberalismus (den er als „Marktreligiosität“ bezeichnet) und fordert Alternativvorschläge wie einen gesamteuropäischen New Deal, so unterzeichnete Schulmeister auch (gemeinsam mit 300 Intellektuellen) im Januar 2015 eine Unterstützung der sozialistischen SYRIZA-Bewegung „im Kampf gegen die falsche Wirtschaftspolitik Europas“

Alle OMAS, OPAS und Interessierte sind herzlich eingeladen!

 

Vorbereitungen 13-10 – Bregenz ist dabei

Die Vorbereitungen für die Grossdemo, europaweit in hunderten Städten, gegen Nationalismus, Populismus und Faschismus am 13. Oktober um 14:00  sind schon weit gediehen. Die OMAS GEGEN RECHTS sind aktiv dabei und engagieren sich bei der Organisation dieses europaweiten Events. Die Vorarlberger OMAs haben erste Infos geschickt.

Bregenz:

BREGENZ IS IN!
OMAS GEGEN RECHTS and Vindex – Schutz und Asyl will be organizing a 13-10 demonstration in Bregenz, Austria! We are happy and thankful! 😍 😊 More information here: www.13-10.org/#cities

Salzburg:

The demonstration in Salzburg will be co-organized by the platform „Menschenrechte Salzburg“ (www.menschenrechte-salzburg.at).
To get involved contact:
romysigl@coworkingsalzburg.com and visit https://www.facebook.com/groups/304080427034340/
More information will be announced soon.

Steyr:

The demonstration in Steyr will be organized by „Die Offene Gesellschaft“.
To get involved in Steyr contact: 1310steyr@gmx.at
More information: https://www.facebook.com/events/2284876161542332/
Meeting point: Vorplatz Museum Arbeitswelt

Wien:

The demonstration in Vienna will be organized by https://13-10.wien
To get involved contact: mithelfen@13-10.wien

Die Ankündigungen auf der Webseite von 13-10 (www.13-10.org  sind alle in Englisch, da diese Grossdemo europaweit organisiert wird und die Organisatoren international sind. Detailinformationen werden wir euch dann, wie gewohnt auf unserer Webseite rechtzeitig und in Deutsch zukommen lassen!

 

Marsch der Verantwortung in Salzburg

OMA E. Kaufmann berichtet uns von dem „Marsch der Verantwortung“, zur Erinnerung an die vielen Ertrunkenen im Mittelmeer, eine Mahnung an die hohe EU-Politik und ihre Repräsentanten, die sich zu einem „informellen“ Gipfel gestern und heute in Salzburg treffen.

Über 600 Leute ziehen beim Marsch der Verantwortung zu den EU-Regierungschefs in die Innenstadt. Ein starkes Zeichen gegen Abschottung und für Seenotrettung! die OMAS GEGEN RECHTS Salzburg waren sehr stark vertreten. Die Zeitung Kurier hat einen ausführlichen Bericht gebracht, allerdings sind dort nur 400 Demonstrant*innen angeführt: „Parallel zum Gipfel-Auftakt fanden am Mittwoch Proteste gegen die Grenz- und Abschottungspolitik der EU in Salzburg statt. Rund 400 Demonstranten versammelten sich zum „Marsch der Verantwortung“ in der Mozartstadt. Es sei zynisch, dass die Regierungschefs ihren Gipfel mit „Sicherheit“ betiteln, dem Sterben im Mittelmeer aber zusehen würden, sagte Alina Kugler vom Bündnis „Solidarisches Salzburg“. Bei dem Protestmarsch wurd mit Namensschildern auf jene 30.000 Flüchtlinge aufmerksam gemacht, die in den vergangenen 25 Jahren auf der Flucht nach Europa gestorben sind.“(Kurier Online 20.9.) In der Salzburger Ausgabe gab es gestern noch einen längeren Bericht:

Bericht im Kurier, vom Marsch für Ertrunkene und dem Alternativgipfel:Salzburg zeigt sich von seiner entspannten Seite
Ruhe. Kaum Störungen, kleine Proteste. Ein dünn besetzter Grünmarkt in der Altstadt und sehr viel Polizei waren am ersten Tag des informellen EU-Gipfels in Salzburg die einzigen Auswirkungen des Politiker-Treffens. Nur einige Marktstandler sperrten aufgrund des Gipfels am Mittwoch gar nicht auf. In der bestens besuchten Getreidegasse herrschte das übliche touristische Treiben und in den ansonsten oft staugeplagten Straßen gab es tagsüber keinerlei Verkehrseinschränkungen.
Nicht einmal die zur Luftraumüberwachung eingesetzten Eurofighter waren zu hören. Das soll auch am Donnerstag, dem eigentlichen Gipfeltag, so bleiben, da die Flugzeuge ihre Kreise rund um Salzburg ziehen und in der Stadt nicht zu hören sind.

Marsch für Ertrunkene
Die Proteste begannen – wie der Gipfel – am Mittwochabend. Mit einem „Marsch der Verantwortung“ erinnerte die Plattform „Solidarisches Salzburg“ mit Namensschildern an 30.000 auf der Flucht nach Europa im Mittelmeer ertrunkene Menschen. Die Organisatoren erwarteten 200 bis 300 Teilnehmer.
„Wir leben in einem Europa, für das man sich schämen muss. Tausende Menschen ertrinken im Mittelmeer, weil die europäischen Regierungen zuschauen und das sogar so wollen“, sagte Alina Kugler, Sprecherin von „Solidarisches Salzburg“.
Die Aktivisten, die seit vergangener Woche einen Alternativgipfel in Salzburg veranstaltet haben, betrachten den Gipfel als Ablenkungsmanöver. „Die Regierung hat diesen Gipfel unter das Motto ,Ein Europa, das schützt’ gestellt. Wir fragen uns, vor wem und wen? In Österreich wird die soziale Lage durch das Streichen der Notstandshilfe verschärft, und die Regierung lenkt davon mit der Thematik illegaler Migration ab“, sagte Kugler vor Journalisten in Salzburg.

„Kriminelle“ Politik
Am Donnerstag gehen die Proteste mit einem Demonstrationszug und einem öffentlichen Expertenhearing in Salzburg weiter. Daran wird auch Ibrahim Manzo, Koordinator von „Alarm Phone Sahara“ aus dem afrikanischen Staat Niger, teilnehmen. „Die neue Grenze Europas ist nicht im Mittelmeer, nicht in Libyen, sondern in Agadez im Norden Nigers. Die EU gibt im Niger sehr viel Geld aus, dass das so ist. Diese Tatsache hat Agadez zu einer Festung gemacht. Die europäische Politik ist kriminell, sie tötet“, fand Manzo drastische Worte.
Die Demonstrationen sind nicht der einzige Protest gegen das Treffen. Die Neos protestieren in Salzburg mit Plakaten auf Fahrrädern. Bürgermeister von Migration betroffener Gemeinden, darunter Lampedusa und Traiskirchen, haben in einem Appell die Staats- und Regierungschefs zu einer auf Solidarität und geteilter Verantwortung aufbauenden Migrationspolitik aufgerufen.“
– MATTHIAS NAGL, Kurier, 19.9.

HEUTE NACHMITTAG UND ABEND: DEMO vom Hauptbahnhof in Salzburg durch die INNENSTADT und Abschlusskundgebung des Alternativgipfels.

Treffpunkt der OMAS GEGEN RECHTS um 13:30 Uhr beim Brunnen vor dem Hauptbahnhof

17:00 Kundgebung, Expertendiskussion im Volksgarten, Monika Salzer aus Wien nimmt teil!

20:00 Abschlussparty

 

Alternativgipfel in Salzburg

Die Omas gegen Rechts schließen sich den Protestkundgebungen anlässlich des Alternativgipfels in Salzburg an:

 Marsch der Verantwortung – walk of responsibility

Mittwoch, 19.09.2018

Der Weg führt von der TriBühne Lehen zur Felsenreitschule.Während dort die Staats- und Regierungschefs zu Abend essen, werden vor dem Haus die Namen der  33.000 Menschen, die seit 1990 auf der Flucht über das Mittelmeer ertrunken sind, vorgelesen.

Treffpunkt: Mi, 19.09.201, 18:30 Uhr

vor der TriBühne Lehen, Tulpenstraße 1, Salzburg

Omas bitte mit Mützen und Buttons kommen.

Alle am Gedenkmarsch teilnehmenden Menschen sind eingeladen Kerzen zu tragen.

Abschluss Alternativ-Gipfel:  Demo  und   Kundgebung

Donnerstag, 20.09. 2018

Der Weg führt vom Hauptbahnhof Salzburg zum Volksgarten, wo die Abschlusskundgebung stattfindet.

Treffpunkt: Do, 20.09.2018, 13:30 Uhr

beim Springbrunnen auf dem großen Vorplatz des Hauptbahnhofes

Omas bitte mit Mützen, Buttons und auch Transparenten kommen.

Wenn jemand von den Omas eine Übernachtungsmöglichkeit braucht, bitte melden. Ziemlich sicher findet sich eine private Möglichkeit. Anfrage an Maria G.

 

 

Heisser Herbst

Ein „Heisser Herbst“ soll nach dem heissesten Sommer seit Messbeginn folgen. Dieses Mal ist es vor allem das Klima, das die Bundesregierung in Österreich verbreitet, das viele Organisationen veranlasst hat, sich zum Bündnis Heisser Herbst zusammen zu schliessen und für September die ersten Demonstrationen zu planen:

Am 7. und 8. September treffen sich die FinanzministerInnen der EU im Austria Center Vienna, was GegnerInnen des neoliberalen Sparwahnsinns auf den Plan ruft. Ein Bündnis gewerkschaftlicher, antifaschistischer und fortschrittlicher Organisationen ruft daher für den 8. September unter dem Slogan „Her mit der Marie!“ zu einer Demonstration von Kagran zum Gipfeltreffen auf.

„Schwarz-Blau steht für Rassismus unter Sozialabbau. Dieser Regierung wünschen wir einen heissen Herbst. Unter diesem Slogan organisieren wir Proteste, veranstalten Aktionen und sammeln wichtige Termine im Kampf für eine solidarische Gesellschaft.“ https://heisserherbst807060605.wordpress.com

Das Bündnis Heisser Herbst hat dazu eine Presseaussendung versendet:

„Diese Politik spiegelt die Vorhaben der schwarz-blauen Regierung wider. Ihre Maßnahmen offenbaren, wessen Interessen sie vertreten: die der Wirtschaft, allen voran der Industriellenvereinigung. „Schwarz-Blau schießt genau auf jene, die ohnehin schon zu wenig zum Leben haben. 12-Stunden-Tag, 60-Stunden-Woche, Angriffe auf die Sozialversicherungen, die Abschaffung der Jugendvertrauensräte und vieles mehr sprechen eine eindeutige Sprache!“, macht Selma Schacht von der Kommunistischen Gewerkschaftsinitiative KOMintern klar.

„Durch rigorose Kürzungen bei Fraueneinrichtungen schafft diese Regierung die Frauenpolitik faktisch ab. Viele feministische Initiativen können nicht mehr weiterarbeiten“, ergänzt Brigitte Hornyik vom Österreichische Frauenring. Über all dieses und vieles mehr soll aber – wenn es nach der Regierung geht – nicht berichtet werden.

Michael Genner von Asyl in Not zu den Ablenkungsversuchen der Regierung: „Gleichzeitig gelingt es ihnen durch Hetze gegen Flüchtlinge und MigrantInnen diese Themen Großteils aus der öffentlichen Diskussion rauszuhalten. Rassismus heißt das Zauberwort.“
„Die Enteignung von Flüchtlingen oder gar ihr Tod im Mittelmeer stehen an der Tagesordnung, während gleichzeitig die Militarisierung der Gesellschaft munter voranschreitet und dreckige Deals zur Abwehr von Schutzsuchenden mit der Türkei eingegangen werden,“ ergänzt Mamo Mirzani von der HDP-Österreich (Halkların Demokratik Partisi, Demokratische Partei der Völker).“

Die Presseaussendung im Wortlaut : Heisser Herbst

Das Regierungsprogramm und die Frauen

OBRA – ONE BILLION RISING AUSTRIA – organisierte am 18.8.2018 eine Veranstaltung und Installation in Wien am Ballhausplatz. Sehr beeindruckend, mit sparsamen Mitteln wurde die Situation von Frauen in Österreich deutlich gemacht, die Missachtung des Frauenvolksbegehrens durch die Regierung aufgezeigt.

Hier der Text von Evelyn Martin:

Das Regierungsprogramm und die Frauen

Oder: Regierungsprogramm und das FRAUENVOLKSBEGEHREN

Meine Übelkeit in der Magengrube seit der Amtsübernahme der neuen Regierung mit ihrem Programm „Zusammen für Österreich – Regierungsprogramm 2017-2022“, wird allmählich chronisch: Konnten wir Anfang des Jahres  (leider nicht nur in Boulevard-Medien) Nachrichten über Pferde für die Wiener Polizei und nun sogar über die Anschaffung von Sturmgewehren (– wozu wohl, wenn nicht um /unerwünschte/ Demonstranten einzuschüchtern?) – lesen und ungläubig den Kopf schütteln, so wird immer klarer, dass das nicht mehr genügt.

Im ersten Halbjahr 2018 hat die Regierung begonnen eine Reihe Vorhaben umzusetzen, die den österreichischen Sozialstaat schwer schädigen.

Der 12-Stunden-Arbeitstag samt 60-Stunden Woche: Diesbezüglich werden die Mitbestimmungsrechte der Betriebsräte ausgehebelt.  Hier werden Belastungen für Lohnabhängige ermöglicht, die eigentlich schon vor mehr als 100 Jahren abgeschafft wurden.
Was solche Arbeitsverhältnisse individuell und für Eltern mit Kindern bedeuten wird von den verantwortlichen Politikern schön geredet. Nötige Kinderbetreuung wird dagegen immer weniger organisiert und die Mittel der öffentlichen Hand  gekürzt.
Der „Familienbonus“, der in Wahrheit nur gut verdienenden Eltern nützt. Familien, die finanzielle Entlastungen am dringendsten benötigen würden, sind wegen ihrer niedrigen Einkommen gar nicht in der Lage, den Steuerbonus zu erhalten – sie werden mit einem Körberlgeld abgespeist.
Die über den Familienbonus ausgezahlten Gelder fehlen aber jedenfalls, wenn es gilt, gute und flächendeckende Kinderbetreuungseinrichtungen mit langen Öffnungszeiten bereit zu stellen, wie sie besonders von Alleinerziehenden benötigt werden.
Die Mindestsicherung neu, – die schon längst nicht mehr „bedarfsorientiert“ genannt wird, das wäre nämlich wirklich ein Hohn! – benachteiligt v.a. die, die Geld am dringendsten brauchen. Beispiel Alleinerziehende: Je mehr Kinder desto geringer wird die Mindestsicherung pro Kind! Familien, die davon abhängig sind, können diese Regelung nur als Strafsanktion verstehen.
Ich nenne hier nur noch die Abschaffung der Notstandshilfe, aber die Liste ließe sich fortsetzen.
Kein Wunder, dass die Initiatorinnen des FRAUENVOLKSBEGEHRENS auf die Idee kommen, die Familien- und Frauenministerin zum Rücktritt aufzufordern. Die Frauenministerin bringt nicht nur unzähligen engagierten Frauen, die sich seit Jahrzehnten für Besserstellungen und mehr Gerechtigkeit für Frauen einsetzen, keine Wertschätzung entgegen, sondern sie verteidigt die Tatsache, dass Subventionen gestrichen werden mit dem Argument, dass eben zu wenig Geld da sei und mehr für den Gewaltschutz gebraucht werde.

Auch für Kinderbetreuungsplätze wird es weniger Geld geben, statt für erweiterte Förderung zu sorgen. Der Ministerin kommt es offenbar gar nicht in den Sinn, dass sie für Familien UND Frauen zuständig ist und dass die Konsequenzen einer solchen Politik nur „Frauen zurück an den Herd!“ bedeuten kann.

Das FRAUENVOLKSBEGEHREN legt den Finger nicht nur in diese Wunden der Sozialpolitik, sondern es fordert unter anderem zum Thema Arbeit ein Neudenken:

„Arbeit verteilen. Frauen „stemmen zwei Drittel aller unbezahlten Haus- und Sorgearbeit und werden daher oft in zeitlich befristete und niedrig entlohnte Teilzeitarbeit gedrängt. Daher fordern wir: • Eine schrittweise Arbeitszeitverkürzung auf 30 Stunden pro Woche bei Lohn- und Personalausgleich • Die staatliche Förderung von kleinen und mittelständischen Unternehmen, um eventuelle Wettbewerbsnachteile auszugleichen“.

Das FRAUENVOLKSBEGEHREN hat die Arbeit im Frühjahr 2017 begonnen und seine Forderungen in Richtung Gleichberechtigung und echte Partizipation für alle zusammen gestellt. Die Forderung nach Senkung der Wochen-Arbeitszeit auf 30 Stunden ist keineswegs neu. Sie wurde schon längst von Gewerkschaftsgruppen, aber auch. von den christlichen Kirchen in Österreich erhoben. Seither ist durch Ausstattung von Arbeitsplätzen mit Computern und Robotern die Arbeitsproduktivität um ein Vielfaches gestiegen. Die Aufteilung der Arbeit könnte so generell gerechter auf die Lohnabhängigen verteilt werden.

Die Frauenministerin? Sie tut diese Überlegungen als „Unsinn“ ab.

Der Ersatz der Frauenministerin durch eine andere Person wird aber kaum eine Verbesserung dieser Politik bringen.

Es ist die gesamte Bundesregierung, die in ihrem Regierungsprogramm den Tenor vorgibt und im letzten halben Jahr hauptsächlich daran gearbeitet hat, sozial-feindliche Maßnahmen als positive Errungenschaft zu verkaufen. Dazu werden bei jeder Gelegenheit und nahezu von allen Ministern und Ministerinnen Feindbilder nach dem Vorbild der F-Partei bedient und dank der Unterstützung der Boulevard-Medien als positiv und als Fortschritt verkauft. Das klassische Beispiel: Migranten, – Flüchtlinge mit-gemeint! an unseren sozialen Errungenschaften teilhaben, gefährden anscheinend die ganze Wirtschaft und alle Welt. Die Lösung unserer Regierung: Die Einwanderung generell unmöglich zu machen. Sonst müsste Österreich – immer noch eines der reichsten Länder der Welt – womöglich teilen… Der Bevölkerung wird eingeredet, dass Zuwandernde ihren Lebensstandard und ihre Sicherheit zerstören würden, die Zahl der tatsächlich Einwandernden, die ein Bleiberecht erhalten, sind diesen Phantasien gegenüber äußerst gering.

Was will die Regierung wirklich? Ihre Programmatik und ihre Maßnahmen zeigen, dass sie

Eliten  fördern will. Dazu gehört das  traditionelle Familienbild, möglichst mit der „Frau und Mutter zu Hause“, alles im Dienste der neoliberalen Wirtschaft und ohne Rücksicht auf individuelle Lebensgestaltung und Selbstbestimmung, besonders der Frauen.
Ein Backlash in der Gesellschaft, was Autonomie und Selbstbestimmung von Frauen betrifft: Kürzungen für Kinderbetreuung statt Ausbau der Betreuungseinrichtungen, mehr Frauen in Teilzeitjobs,  mit größerer Abhängigkeit vom Partner, und in der Folge niedrigeren Pensionen.
Jedenfalls eine erhöhte Belastung von allen allein stehenden Personen, mit und ohne Kind.
Kürzungen (bis zu Streichungen!) der Mittel von Fraueninitiativen, die teils jahrzehntelang wichtige Bildungsarbeit geleistet haben, wie z.B. die Zeitschrift „Frauensolidarität“, bis hin zur Streichung finanzieller Unterstützung für Frauenberatungsstellen, obwohl diese einen bedeutenden Beitrag für die Gesellschaft leisten.
Wie lange lassen sich das die Frauen in Österreich gefallen? Das traditionelle Familienbild, das uns die Regierung als „Norm“ vorgaukelt ist heute mehr denn je nur für eine verschwindende Oberschicht-Minderheit lebbar, während es für 95% der Frauen mit massiven Rückschritten bei  Emanzipation und Selbständigkeit verbunden wäre?

Das FRAUENVOLKSBEGEHREN hat sehr genau überlegt, was Österreichs Gesellschaft für eine gerechte Zukunft braucht. Neben der erwähnten Arbeitszeitverkürzung geht es um

Macht verteilen – d.h. Beteiligung von Frauen in allen Entscheidungsgremien von Wirtschaft und Politik
Vielfalt leben – d.h. Loslösung von Geschlechterklischees und abwertenden Frauenbildern in allen Medien und Unterrichtsmaterial
Selbst bestimmen – d.h. kostenlose Aufklärung zur Selbstbestimmung einer eigenen Sexualität
Gewalt verhindern – in Bezug auf sexuelle Gewalt und Übergriffe
Schutz gewähren – speziell für Frauen und Mädchen, die durch Migration Opfer von Menschenhandel wurden
Einkommensunterschiede beseitigen
Arbeit verteilen
Wahlfreiheit ermöglichen
Hier werden Ziele angesprochen, die Österreich dringend braucht. Das Volksbegehren ist eine äußerst wichtige Bewegung der Zivilgesellschaft. Es sind Gegenpositionen zu dem was die derzeitige Regierung anstrebt.

Lasst uns dazu nicht länger schweigen!

Evelyn Martin

Dazu noch die Fotos  mit Dank an Aiko Kazuko Kurosakis, Karin Stockinger und Hanni Zagler:

 

DEMO 30.6.2018 gegen 12 Stunden Tag

Liebe Alle,

Da bei dieser Demo bis zu 30 000 Teilnehmer erwartet werden, ist der Treffpunkt für die OMAS beim Raimundtheater in der Wallgasse um 13.30 !!!  (erreichbar mit U6 Gumpendorferstrasse, Linie 6, 18, Bus 57A)

Wir gehen dann in einer geschlossenen Gruppe zum Westbahnhof, wo die Eröffnungskundgebung stattfindet. Anschließend geht es dann über die Mariahilfer Straße bis zum Ring, dann bis zum Heldenplatz. Dort findet die Abschlusskundgebung statt.

Damit wir auch noch auf dem Heldenplatz einziehen können, sollten wir

  1. zusammen bleiben
  2. beim Block der Gewerkschafter aus Mariahilf bleiben, sind aber selbstverständlich die eigene OMAS GEGEN RECHTS Gruppe.

Bitte kommt möglichst pünktlich um 13.30 zum Treffpunkt, damit wir rechtzeitig beim Westbahnhof als Gruppe eintreffen können.

Ich hoffe, dass wir ganz viele Omas werden und lautstark unseren Unmut kundtun können. Wir freuen uns auf euch!

OMAS, OMAS, UNS BRAUCHT DAS GANZE LAND, WIR LEISTEN WIDERSTAND!!!

Ganz liebe Grüße

Gabi Weiss

OMA NEWS

Foto: SN, Hessenberger

Monika Salzer wurde für einen langen Artikel in den Salzburger Nachrichten interviewt. Der Link zum Artikel ist HIER

Am Vorabend des Weltflüchtlingstages gibt es eine besondere Veranstaltung am Kahlenberg in Wien.

OPEN PIANO FOR REFUGEES

mit Fanya Palikruschewa de Stella

Veranstaltung für OMAS GEGEN RECHTS

· Gastgeber: Monika Salzer
Heute Abend um 19:00 Uhr auf dem Kahlenberg.
erreichbar mit dem Bus 38A von Heiligenstadt und von Grinzing bei der Endstelle der Linie 38.

Weltflüchtlingstag – DEMO am Mittwoch 20.Juni 2018 um 18:00 Uhr

Treffpunkt beim Hauptbahnhof, Sonnwendgasse- 10.Bezirk-Seite

Also kommt bitte zahlreich, nehmt Regenschirme mit als Zeichen des Schutzes von Menschen und Pfeiferln oder ähnliches um Lärm machen zu können. Weitere details und das Programm findet ihr HIER

 

Welttag der Flüchtlinge 20.Juni

OMAS GEGEN RECHTS beteiligt sich an der DEMO gegen die Abschiebepraxis der Regierung am Mittwoch 20.Juni 2018.

Treffpunkt ist um 18:00 Uhr am Hauptbahnhof in Wien, 10. Bezirk Seite (Hinterseite bei der Sonnwendgasse). Der Demonstrationszug wird durch den 4. Bezirk gehen, beim Palais Schönburg halt machen, wo der Bundeskanzler sein Sommerfest abhält. Die Schlussveranstaltung wird um ca. 19:45 am Karlsplatz sein.

Protest am Weltflüchtlingstag! Bring einen Regenschirm mit als Symbol des Schutzes für geflüchtete Menschen ☂☂
 
Unter dem Motto „Ein Europa, das schützt“ übernimmt Österreich den Vorsitz der EU-Ratspräsidentschaft. ÖVP und FPÖ meinen damit, den Ausbau der „Festung Europa“. Sie nehmen damit das Sterben auf den Fluchtrouten in Kauf. Wir, die Plattform für eine menschliche Asylpolitik, wollen aber ein Europa, das Menschenleben schützt.
 
Täglich erhalten unsere Freundinnen und Freunde negative Asylbescheide. Dabei werden Asylgründe missachtet und Menschrechte systematisch verletzt. Das bedeutet für die Betroffenen, dass sie auch in Österreich ein Leben in Angst führen müssen. Schutzsuchende werden in Krisen- und Kriegsgebiete abgeschoben und sind dort in akuter Lebensgefahr. Die Berichte von abgeschobenen Asylsuchenden, die getötet wurden, häufen sich.
 
„Es ist Zeit“ – bedeutet für die Regierung, dass künftig auf EU-Gebiet keine Asylanträge mehr gestellt werden können. Wir meinen, „Es ist Zeit“ für ein Asylrecht, das diesen Namen verdient, und für ein Ende von Abschiebungen in Kriegsgebiete.
 
Die Plattform für eine menschliche Asylpolitik – ein Zusammenschluss aus solidarischen Menschen, Zivilgesellschaft, NGOs und politischen Organisationen – ladet euch deshalb am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag ein, mit uns gemeinsam auf die Straße zu gehen.
 
Asylrecht verteidigen und Abschiebungen in Krisenländer verhindern bedeutet Schutz von Menschleben!

OMA RAVE 2018

Fotos von Maria Moritz

Bei angenehmen Temperaturen, in historischer Umgebung zwischen den beiden grossen Museen, unter den Augen der Kaiserin Maria Theresia fand der erste OMA Rave statt.

Viele OMAS waren es nicht, aber sehr tanzfreudige. Auch die Medienpräsenz war gross und rund um die Tanzfläche ergaben sich viele gute Gespräche. Monika Salzer und Susanne Scholl hielten Ansprachen zur derzeitigen Situation in unserem Land, wie sehr vor allem Frauen und Alleinerziehende durch den 12 Stunden-Tag und die Kürzung von Mitteln für Kinderbetreuung, Frauen- und Familienorganisationen, die Unterstützung für diese Gruppen, vor allem aber auch die Verweigerung des Familienbonus für Wenigverdiener*innen und die Kürzung der Mindestsicherung viel, viel mehr Familien und Kinder in die Armut treiben wird. Schade, dass wir nur ein kleines Grüppchen waren. Diese Kürzungen sollten viel mehr Menschen zu Protest und zum Aufstehen motivieren!