OMAS SALZBURG – OFFENER BRIEF

Foto: SOS Mitmensch

Salzburg Offener Brief zu AsylwerberInnen in Lehre

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler!

OMAS GEGEN RECHTS sind lebens- und welterfahren. Wir treten ein für Respekt und Toleranz und glauben fest daran, dass das Zusammenleben gelingen kann.

Daher wenden wir uns an Sie, denn die Bundesregierung hat eine Reihe von Initiativen in der Frage der von Abschiebung bedrohten AsylwerberInnen in Lehre angekündigt.

Wir unterstützen die Forderungen der überparteilichen Initiative „Ausbildung statt Abschiebung“ an die Bundesregierung mit diesem Schreiben:

Die verbindliche Einhaltung der Zusage, dass es zu keiner Abschiebung von Lehrlingen während der Lehrzeit kommt – auch bei Negativbescheiden. Für diese Zusage braucht es eine klare Vorgangsweise zur Absicherung, die den Betroffenen tatsächlich Sicherheit für die Dauer ihrer Ausbildung bringt.
Die Einberufung einer Gesprächsrunde mit den FachexpertInnen von AMS und WKO sowie der Initiative „Ausbildung statt Abschiebung“ zur gemeinsamen Erarbeitung der angekündigten Schaffung eines neuen Aufenthaltsstatus für den Einstieg aus Drittstaaten in die Lehre sowie einer entsprechenden Neuregelung der RWR-Card.
Kein Ende der Zugangsmöglichkeit von AsylwerberInnen zu Lehrstellen als letzte verbleibende Integrationsmaßnahme, solange die durchschnittliche Gesamtdauer der Asylverfahren bis zur letztinstanzlichen Entscheidung nicht 6 Monate unterschreitet.
Wir appellieren eindringlich an die Bundesregierung, diese drei Forderungen auch umzusetzen!

In Erwartung Ihrer Rückmeldung verbleiben wir

mit freundlichen Grüßen

Gerti Mayer          Eringard Kaufmann

OMAS GEGEN RECHTS – Salzburg

OMAS.salzburg@gmx.at

 

Tolle Veranstaltungen in der Steiermark

Foto von Sonja Lehner

Die OMAS GEGEN RECHTS in der Steiermark sind sehr aktiv und haben viele tolle Veranstaltungen anzukündigen:

Die regelmässigen Treffen der OMAS in der Steiermark, Jour Fixe, finden alle 14 Tage statt:

Jour Fixe (5), Dienstag, 24. April, 17 Uhr, Stadtschenke, Neutorgasse 22
Umbenennung problematischer Straßennamen in Graz – Ein Zeichen setzen!
Impulssreferat: Ao.Univ.-Prof. Drin Karin Schmidlechner-Lienhard, Mitglied der HistorikerInnen-Kommission.
Jour Fixe (6):
Dienstag, 8. Mai, 17-19 Uhr, Stadtschenke, Neutorgasse 22 . Achtung: in dieser Woche statt Donnerstag (Christi Himmelfahrt) am Dienstag!
Frühstück mit Monika Salzer und Susanne Scholl
Donnerstag, 17. Mai, StadtSchenke, Neutorgasse 22 (Uhrzeit folgt)
Jour Fixe (7): Dienstag, 22. Mai, 17-19 Uhr, StadtSchenke, Neutorgasse 22

sowie:

Lesung von Susanne Scholl
Zeit/Ort: Mittwoch, 16. Mai 2018, Forum Stadtpark (Uhrzeit folgt)

Frühstück mit Monika Salzer und Susanne Scholl
Donnerstag, 17. Mai, StadtSchenke, Neutorgasse 22 (Uhrzeit folgt)

OMA GEGEN RECHTS – Vernetzungstreffen in Wien, Sonntag, 27. Mai

weitere INFOS dazu auf der Seite der OMAS Steiermark

Darüber hinaus die externen Veranstaltungen:

„Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.“
Symposion anläßlich der nationalsozialistischen Bücherverbrennungen 1938
Zeit/Ort:
Donnerstag, 19. – Freitag, 20. April, Steierm. Landesbibliothek, Kalchbergg.2
Weitere Infos dazu: http://www.clio-graz.net/

„Verbrannt in der Übersetzung von…“
Zeit/Ort: Donnerstag, 26. April 2018, 19 Uhr, Ort: Hauptbibliothek Zanklhof, „Kernstockg.2“
Eintritt frei, keine Anmeldung notwendig
Lesung in Gedenken an die ÜbersetzerInnen und Übersetzer verbrannter Bücher von 1938
Einführung und Rahmung: Larisa Schippel (Wien), Lesung: Ninja Reichert (Graz)
Eine Kooperationsveranstaltung des Instituts für Translationswissenschaft, der Stadtbibliothek, des Centrums für Jüdische Studien der Karl-Franzens-Universität und Clio.

Nazis&Goldmund: Poesie gegen Rechts!
Zeit/Ort: Samstag, 28.4.2018, 18 Uhr, Hauptraum, Saloon, Forum Stadtpark, Eintritt frei
Mit: Jörg Albrecht, Thomas Arzt, Sandra Gugi?, Thomas Köck, Gerhild Steinbuch, Gerhard Ruiss, Isolde Charim
Nazis&Goldmund versteht sich als vielköpfiges poetologisches Monstrum, das die Entwicklungen und Aktionen der Europäischen Rechten und ihrer internationalen Allianzen kritisch beobachtet, deren Erzähl- und Interventionsstrategien untersucht und attackiert. „Wir arbeiten mit Sprache, die wir auffinden, die unmerklich fallen gelassen wird, die aufdringlich durch Räume hallt. Sprache, die Spuren hinterläßt. Damit die Gegenwart nicht kommentarlos vorübergeht.“ Seit 2016 kratzt das Berliner und Wiener Kollektiv die „vergoldeten“ Begriffe der Neuen Rechten Schicht für Schicht ab. In Graz lesen die fünf Autor*innen aus ihrem neuen Projekt – einer Demontage des österreichischen Regierungsprogramms – und laden im Anschluss zum Ängst-Detox, einer kollektiven Meditation zum Loswerden von Phantomen und Monstern.
VeranstalterIn: Forum Stadtpark

Getrübte Badefreuden 1838: Die „Arisierung“ des Grazer Margaretenbades
Zeit/Ort: Donnerstag, 3. Mai 2018, 19 Uhr, Grätzeltreff, Wastlergasse 2 (Geidorf)
Vortrag: Univ.Prof.Dr. Gerald Lamprecht, Historiker und Maga Claudia Beiser, geb. Zerkowitz
Vor 90 Jahren wurde im Übergangsbereich zwischen dem Villengebiet Rosenberg und der gründerzeitlichen Stadt das Margaretenbad errichtet. Die vom jüdischen Architekten Eugen Székely entworfene Anlage entsprach dem neuen Körperbewusstsein in dieser Zeit: Licht, Luft, Sonne! Auftraggeber war die jüdische Familie Zerkowitz, die auch für die Namensnennung des Bades – Margarete war das französische Kindermädchen gewesen – sowie die Bauarbeiten zuständig war. Bereits 1937 wurde auf das Kassagebäude des Schwimmbads ein Anschlag durch Nazis verübt, ehe das Bad nach dem „Anschluss“ 1938 „arisiert“ wurde. Im Gedenken an die Ereignisse vor 80 Jahren, als Jüdinnen und Juden zudem der Eintritt in das Schwimmbad verboten wurde, erinnern wir gemeinsam mit der Grätzelinitiative Margaretenbad an die Geschichte dieser Schwimmanlage und die der Gründerfamilie.
VeranstalterIn: Grätzelinitiative Margaretenbad gemeinsam mit CLIO Verein für Geschichts- und Bildungsarbeit

„Was will der Staat von der Schule?“
Zeit/Ort: 7. Mai bis Ende 2018, in den Arkadengängen des Landhauses Graz
Bildungseinrichtungen zwischen Faschismus und Demokratie
Ein Schulprojekt im Rahmen der Gedenkinitiative „Für eine lebendige Erinnerungskultur in der Steiermark“

Befreiung 1945 – Orte und Zeichen der Erinnerung
Zeit/Ort: Dienstag, 8. Mai, 18 Uhr, GrazMuseum, Sackstraße 18
Vortrag und Buchpräsentation anläßlich der Befreiung am 8. Mai 1945, mit Dr. Heimo Halbrainer, Historiker.
VeranstalterIn: Clio

1968 – Überlegungen zu Mythos und Realität
Zeit/Ort: Montag, 14. Mai, 18 Uhr, GrazMuseum, Sackstraße 18
Vortrag und Diskussion mit Karl Wimmler, Autor
Es gibt nicht viele Jahre in der Geschichte, über die so viel geschwätzt und phantasiert wird wie über das Jahr 1968. Leider nicht zuletzt auch unter und von anglichen Linken, fragwürdigen Sozialisten oder Kommunisten. Andererseits findet seit Jahren ein von rechter Seite betriebenes Rollback gegen vermeintliche „linke Meinungsvorherrschaft“ durch eine angebliche „68er Generation“ statt. – Was ist davon zu halten? Was passierte überhaupt in diesem Jahr? Und was ist heute der Rede wert?
Karl Wimmler versucht einen unorthodoxen Zugang zum Thema, auch zu den damaligen Vorgängen in Österreich.
VeranstalterIn: Clio 

Lesung von Susanne Scholl
Zeit/Ort: Mittwoch, 16. Mai 2018, Forum Stadtpark (Uhrzeit folgt)

„Schneller Fuß und Pfeilmädchen“
Zeit/Ort: 4.4. – 21.9.2018, Steirische Landesbibliothek, täglich 9 – 17 Uhr, Sa,So u. Feiertag geschlossen, in den Sommerferien 9 – 13 Uhr.
Deutschsprachige Kinder- und Jugendliteratur zwischen 1918 und 1938
Im Rahmen einer Ausstellung zeigt die Steiermärkische Landesbibliothek anhand eigener Bestände, wie die Kinder- und Jugendliteratur von 1918 bis 1938 Bestandteil politischer Agitation wurde und auch wie Versuche, sie sich einzuverleiben, scheiterten. Der Überblick reicht von angepaßten Mädchenbüchern über die Helden in der Kolonialliteratur bis zu steirischen Lesebüchern dieser Zeit. 

Fliehen, schleppen, schleusen. Flucht und Fluchthilfe in der Steiermark
Zeit/Ort: Mittwoch, 23. Mai, 18 Uhr, GrazMuseum, Sackstraße 18
Buchpräsentation und Diskussion mit Dr. Heimo Halbrainer, Historiker und Ing. Wolfgang Feigl, Solartechniker und Volontär, Weiz
Eines der zentralen politischen Themen in Europa ist spätestens seit Sommer 2015 das des Schleppens bzw. das der Fluchthilfe. Was wir heute erleben, hat es aber im Kontext der Fluchtbewegungen des 20. Jahrhunderts immer schon gegeben. Bekannt sind dabei vor allem die Aktionen zur Rettung der von den Nationalsozialisten bedrohten Juden und Jüdinnen. Auch in der Zeit vor 1938 bzw. nach 1945 war das Thema der illegalen Grenzübertritte, des Schleusens und Schleppens von Bedeutung. So flohen etwas 1934 verfolgte Schutzbündler aus Österreich. Ebenfalls nach 1945 waren Fluchtbewegungen und das organisierte Schleusen von z.T. großen Bevölkerungsgruppen nicht vom Tisch. So organisierte etwa die jüdische Untergrundbewegung „Brichah“ die Auswanderung von jüdischen „Displaced Persons“ nach Palästina und die Durchwanderung durch die Steiermark. Unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begann eine Fluchtwelle aus den verschiedenen Ländern des Ostens und Südostens: Menschen aus Jugoslawien, Ungarn, der Tschechoslowakei usw. flohen teilweise mithilfe von Schlepper n nach Österreich.
Dieses Buch widmet sich dieser organisierten bzw. individuellen Fluchthilfen im 20. Jahrhundert in, aus und durch die Steiermark bzw. stellt einzelne Steirerinnen und Steirer als Fluchthelfer vor.
VeranstalterIn: Clio

Das OMA-Treffen und andere Neuigkeiten

Liebe Omas,

Viel hat sich getan!

  • Der Termin für ein grosses Treffen steht fest:

Sonntag 27. Mai – ganztägig (10-18 Uhr)

Bitte den Termin vormerken, es wird einen Open Space geben, Interessensgruppen und Arbeitsgruppen können sich bilden!

 

  • Der erste Jour Fixe mit Irene Brickner im Tachles fand sehr grossen Zulauf. Fotos findet ihr auf der Foto-Video Seite.

 

  • Für den nächsten, den 2. Jour Fixe gibt es auf der Seite „Bemerkenswertes“ eine Rezession über ein  neues Buch:

„Was macht die Linke falsch?“ Diese Rezension kann als Anregung dienen für Fragen an unsere nächsten Gäste!

  • Einige Bundesländergruppen haben mir kommende Termine geschickt. Es gibt jetzt für die aktiven Bundesländer (bisher Burgenland, Steiermark und Vorarlberg) eine eigene Seite mit Terminen und Informationen. Ihr findet diese unter „Bundesländer“ als Untergruppe. (Cursor auf das Menü Bundesländer halten – und es erscheint eine Liste, dann anklicken).