Diese Art Politik wollen wir nicht – OMAS GEGEN RECHTS in Innsbruck

„Wir waren da, wir waren bunt und laut – und die Reaktionen der jungen Leute waren überwältigend! Ständig Fragen beantworten, für Fotos posieren, Infoblätter verteilen. Das erste neue Mitglied hat sich auch schon angemeldet!“ berichtet Carola begeistert von der Demo in Innsbruck am Donnerstag. Die Tiroler Tageszeitung vermisste den „Schwarzen Block“, zu wenig Action, alles ganz friedlich! Aber die TTZ erwähnte, dass die OMAS GEGEN RECHTS von den Demo-Teilnehmer*innen lautstark begrüsst worden sind!

Video von Tirol TV, Omas bei Minute 2:10 !  LINK

Video und Artikel derstandard: LINK

Tiroler Tageszeitung mit ‚APA-Video: LINK

Die Fotos mit Dank an Carola S. und Fotos und Videos von Tirol TV, vom Standard und von der Tiroler Tageszeitung:

Foto von der Tiroler Tageszeitung:

Sommer, Ferien, OMAS Aktiv!

Drei Ereignisse bzw. Veranstaltungen gestern und heute, an denen die OMAS GEGEN RECHTS teilgenommen haben.

  1. „Aktion Brücke der Freundschaft“
    Gestern fand die Aktion „Brücke der Freundschaft“ in Bad Radkersburg/Gornja Radgona statt.
    Dieses kulturpolitische Statement wurde von der Steirischen Gesellschaft für Kulturpolitik
    als Antwort auf die vom Innenministerium initiierte Aktion „ProBorders“ in nur wenigen Tagen
    organisiert. Österreichische und slowenische Künstler_Innen setzten mit Performances,
    Lesungen, Musik, Fotos und Reden ein kulturpolitisches Statement.

Die OMAS GEGEN RECHTS beteiligten sich nicht nur durch ihre Anwesenheit, sondern auch
durch das OMA-Lied an dieser Aktion. Das beinahe mediterriane Klima und das Miteinander vor, auf und nach der Brücke, vor und nach
der Grenze, wird uns in guter Erinnerung bleiben.

Danke Christine, Gertraud, Heinz, Helga, Inna, Magdalena, Traudl und Sonja!  P.S. Leider fanden wir im heutigen Bericht in der Kleinen Zeitung keine Erwähnung!

 

2. Offener Brief an Landeshauptmann Haslauer zu Kirchenasyl ist gestern an den Landeshauptmann und an den Erzbischof ergangen. siehe Beitrag

3. Pressekonferenz zum Kirchenasyl von Ali Wajid heute nachmittag:  OMAS GEGEN RECHTS jetzt bei der Pressekonferenz in Salzburg zum gewährten Kirchenasyl. Der Schutzsuchende wartet derzeit auf die Zuerkennung der aufschiebenden Wirkung des Rechtsmittels an den VerwGH, wie sein Anwalt Dr. Perner ausführt. Währenddessen seitens des BFA Schritte zur Abschiebung von der Behörde gesetzt werden, obwohl er eine Lehre in einem Mangelberuf macht. Im Falle der Abschiebung wäre eine Rückkehr nicht möglich, da ihn in Pakistan massive Bedrohung erwartet. Auch heute erfolgte wieder eine Bescheidzustellung.

Liebe OMAS wir bleiben dran. Es soll nicht nur für diesen jungen Mann eine Lösung gefunden werden, sondern generell ein humanes Vorgehen in solchen Fällen mit den Behörden vereinbart werden.

Offener Brief zu Kirchenasyl

An Landeshauptmann Dr. Haslauer

mailto:haslauer@salzburg.gv.at

Erzbischof von Salzburg Dr. Lackner

mailto:erzbischof.lackner@zentrale.kirchen.net

Betrifft: Offener Brief – Kirchenasyl

 

Sehr geehrter Herr Landeshauptmann Dr. Haslauer, 

Die Salzburger Erzdiözese gewährte vor kurzem gemäß alter christlicher Tradition Kirchenasyl in der Erzabtei St. Peter.

Kirchenasyl lebte in Deutschland 1993 auf und wird dort in enger Zusammenarbeit mit den Behörden gewährt, wenn die Sorge besteht dass das Leben oder die Würde einer Schutz suchenden Person im Fall einer Ab- oder Rückschiebung ernstlich in Gefahr sein könnten.

In Österreich gibt es dazu noch keine akkordierten Abläufe und Vereinbarungen zwischen Kirchen und Behörden. 

Daher appellieren OMAS GEGEN RECHTS an Sie als Landeshauptmann Ihren Einfluss geltend zu machen, damit die Sorge der Kirche um das Leben und die Würde eines Menschen ernst genommen wird, wenn dieser sich in Kirchenasyl befindet.

Die informelle Anerkennung des Kirchenasyls würde ein Zeitfenster schaffen, in welchem auf Basis abendländischer Werte in Kooperation mit den Behörden individuelle Lösungen entstehen könnten, die Leben und Würde des schutzsuchenden Menschen sichern.

OMAS GEGEN RECHTS fordern auf mit den Kirchen an Lösungen für das Kirchenasyl zu arbeiten, die der abendländischen Tradition gerecht werden.

 

Mit bestem Dank für Ihre Bemühungen und freundlichen Grüßen

Dr. Susanne Scholl

stv. Vorsitzende der OMAS GEGEN RECHTS

Heidi Visin

OMAS GEGEN RECHTS Salzburg

 

Anhang: Kirchenasyl

http://www.kirchen.net/was-gibt-es-neues/newsbeitrag/news-details/news/ali-wajid-neue-72-stunden-frist-im-kirchenasyl/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9b35e405b037cdb08c137bbe5a70832a#.W0Hc0i3qilP

Plattform für Menschenrechte:

http://www.kirchen.net/was-gibt-es-neues/newsbeitrag/news-details/news/kirchenasyl-eine-moeglichkeit-fuer-fluechtlinge/?type=1&no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1255bcfdd3c86b7d4f1088aff59b9913#.W0HicS3qilM

Wir waren sehr, sehr viele!

Es gab schon viele grosse Demos in Wien, aber die heutige gehört wohl zu den Beeindruckendsten, so wie auch das Lichtermeer vor vielen Jahren! Auch die Präsenz und das Engagement der OMAS war beeindruckend. Der OMA-Block war mit zwei Transparenten, mit 150 Fähnchen ausgerüstet und es gab grosse OMA-Hauben auf der Stange. Dies hat sehr geholfen, den OMA-Block zusammen zu halten, denn das Gedränge war enorm und zeitweise beängstigend. Vorab hatten die Veranstalter verkündet, es werden 30 000 Teilnehmer*innen sein, es waren dann  120 000!!! Der Zug war unendlich lang und als die OMAS bereits durch die Neubaugasse gingen, wurde durchgesagt, dass immer noch Busse ankommen aus den Bundesländern.  Der Demonstrationszug sollte um 15:00 beendet sein und die Schlusskundgebung beginnen am Heldenplatz. Der OMA-Block war recht weit vorne im Aufmarsch, aber wir kamen erst nach 16:30 Uhr durch das Burgtor. Danach strömten die Massen bis 17:30 immer noch von der Mariahilferstrasse kommend herein. Ein 12 Stunden-Arbeitstag und womöglich eine 60 Stunden-Woche ist sicher nicht das, was sich die Menschen in Österreich für ihre Zukunft wünschen! Der OMA-Block zog singend mit dem OMA-Lied durch den 7. Bezirk und viele winkten uns von der Seite und von den Fenstern zu. Die Stimmung war absolut friedlich, aber die enorme Anzahl von Menschen, die mitmachten zeigte die Entschiedenheit der arbeitenden Menschen, denn das, was die Regierung vorhat, das wollen wir alle nicht! Auch die OMAS GEGEN RECHTS wollen das nicht  für die Kinder und Enkelkinder und deshalb machen wir Widerstand!

Mit Dank an Christine Klein, Petra Jens, Mona Grass, Rainer Mayerhofer, Peter Heinz Trykar, Gerti Mayer, Friedmund Maria Kumrow, Maria Moritz für sooo viele Fotos!

Weitere Fotos bei FLICKR

DEMO 30.6.2018 gegen 12 Stunden Tag

Liebe Alle,

Da bei dieser Demo bis zu 30 000 Teilnehmer erwartet werden, ist der Treffpunkt für die OMAS beim Raimundtheater in der Wallgasse um 13.30 !!!  (erreichbar mit U6 Gumpendorferstrasse, Linie 6, 18, Bus 57A)

Wir gehen dann in einer geschlossenen Gruppe zum Westbahnhof, wo die Eröffnungskundgebung stattfindet. Anschließend geht es dann über die Mariahilfer Straße bis zum Ring, dann bis zum Heldenplatz. Dort findet die Abschlusskundgebung statt.

Damit wir auch noch auf dem Heldenplatz einziehen können, sollten wir

  1. zusammen bleiben
  2. beim Block der Gewerkschafter aus Mariahilf bleiben, sind aber selbstverständlich die eigene OMAS GEGEN RECHTS Gruppe.

Bitte kommt möglichst pünktlich um 13.30 zum Treffpunkt, damit wir rechtzeitig beim Westbahnhof als Gruppe eintreffen können.

Ich hoffe, dass wir ganz viele Omas werden und lautstark unseren Unmut kundtun können. Wir freuen uns auf euch!

OMAS, OMAS, UNS BRAUCHT DAS GANZE LAND, WIR LEISTEN WIDERSTAND!!!

Ganz liebe Grüße

Gabi Weiss

Not In Our Name!

Der OMA Welttag der Flüchtlinge 20.6.2018

Am 20.6.2018, am Welttag der Flüchtlinge fanden grosse Kundgebungen und ein grosse DEMO in Wien statt, an der die OMAS GEGEN RECHTS sehr prominent teilgenommen haben. Programmablauf war: Kundgebung am Sammelplatz beim Hauptbahnhof, Reden von Susanne Scholl und Erich Fenninger und eine Flashmob-Aktion initiiert und geleitet von Caroline Koczan. Die gefährliche Situation in Afghanistan wurde dargestellt, zu jedem Datum eines Terroranschlages in Kabul und der Nennung der Zahl der Toten und Verletzten legten sich ein paar OMAS auf den Boden. Eine sehr eindrückliche Aktion, die auch von vielen vor Ort und von anderen Organisationen sehr gelobt wurde!  Dann ein kilometerlanger Demonstrationszug vom Hauptbahnhof über die Favoritenstrasse bis zum Karlsplatz. Bei der Kreuzung mit der Belvederegasse eine Unterbrechung und Kundgebung mit Protest gegen die Vorgangsweise der Regierung zu Abschiebungen vor allem in das brandgefährliche Afghanistan. Die Regierung hielt nämlich in der Belvederegasse, im Palais Schönburg das Sommerfest desBundeskanzlers ab. Der DEMO-Zug konnte nicht in die Belvederegasse einbiegen, er wurde von Polizeiabsperrungen gehindert, sogar ein Wasserwerfer war gegen die friedlichen Demonstranten aufgestellt! Allerdings durfte, gestattet vom Einsatzleiter der Polizei, eine kleine Abordnung von 30 (!) Leuten, einige OMAS waren auch dabei, bis zum Palais vordringen und konnten dort ihre Botschaft anbringen und haben ein paar eintreffende Gäste „behindert“ oder „gestört“. nach lauten Protesten bei der Belvederegasse setzte der Zug seinen Weg bis zum Karlsplatz fort, wo eine verkürzte Abschlusskundgebung abgehalten wurde.

Dazu noch viele Fotos mit Dank an: Michaela Moser, Franz Witzmann, Barbara Burian-Langegger, Petra Koch, Monika Salzer, Maria Moritz

oder den  gesamten Fotostream ansehen:  FLICKR